Neustadt Einwurf: Den Kunden verloren

„Personenbahnhöfe sind Visitenkarte von Städten und entwickeln sich zunehmend zu urbanen Einkaufs- und Dienstleistungszentren mit ausgewogenem Branchenmix. Wir schaffen Orte, die zum Verweilen einladen.“ Diese Zeilen stehen auf der Internetseite der DB Station & Service AG, der Bahn-Tochter, die sich mit dem Zusatz Service im Namen schmückt. Bezogen auf die Situation in Neustadt ist das nur noch purer Hohn. Da gibt es einen Bahnhofsmanager, der von Kaiserslautern aus für alle Bahnhöfe der Pfalz zuständig ist, und eine Pressestelle des Konzerns in Frankfurt, die sich vorbehält, Stellungnahmen stets exklusiv abzugeben und keine Ahnung von der Situation vor Ort hat. An dem Grundproblem ändern auch die Mieter-Rochade und ein paar kosmetische Renovierungen nichts. Der Großkonzern Bahn, der als Staatsunternehmen den Bürgern gehört, hat den Kunden schon lange aus den Augen verloren.