Kommentar Eine weitere bittere Pille
Überraschend kam der Vorstoß von Bürgerliste und SPD bei der Beigeordnetenwahl für die CDU wohl nicht. Der Frust war den Christdemokraten dennoch anzusehen. Die mit Abstand größte Fraktion im Verbandsgemeinderat hat bei dieser wichtigen Personalentscheidung den Kürzeren gezogen. Nach dem Verlust des Bürgermeisterpostens in Maikammer und dem Verlust der absoluten Mehrheit auf VG-Ebene eine weitere bittere Pille.
Gleichwohl ist nicht davon auszugehen, dass sich diese Konstellation bei Abstimmungen zu inhaltlichen Fragen verfestigt. Die Themen im Verbandsgemeinderat bieten sich nicht an für Kampfabstimmungen. Die Beigeordnetenwahl war viel mehr ein Zeichen, das sich vor allem gegen die CDU auf Ortsebene richtete.
Diese muss sich nun, nach der Karl-Schäfer-Ära, neu finden. Dazu gehört auch, dass selbstkritisch hinterfragt wird, was denn zu dem schlechten Abschneiden im Juni geführt hat.
Mit der Wahl der Beigeordneten auf VG-Ebene hat das freilich nichts zu tun. Nadine Anton und Timo Glaser haben gute Jobs gemacht. Die SPD, die auf Ortsebene bei der Beigeordneten-Wahl auf eine Verjüngung gepocht hat, hat nun dafür gesorgt, dass deutlich ältere Kandidaten übernehmen. Nicht gerade logisch. Und besonders für die engagierte Nadine Anton sehr schade.