Neustadt „Ein Projekt fürs Leben“

Philipp und Annika Arens haben bisher schon das Restaurant im Haus am Weinberg geführt.
Philipp und Annika Arens haben bisher schon das Restaurant im Haus am Weinberg geführt.

Der junge Gastronom Philipp Arens hat ein großes Ziel erreicht: Er hat ein Hotel gekauft, und kein kleines. Das Hotel „Haus am Weinberg“ über den Dächern von St. Martin liegt auf einem Grundstück von 40.000 Quadratmetern und verfügt über eine Innenfläche von 6000 Quadratmetern. Im Alter von 33 Jahren hat Arens diesen Traum verwirklicht, nachdem er bereits im vergangenen Jahr das hoteleigene Restaurant übernommen hatte.

Zusammen mit seiner Frau Annika, ebenfalls aus dem Restaurantfach, hat er dort vor einem Jahr ein neues Konzept in die Küche des Tagungshotels eingebracht: Gehobene Gastronomie, wie in ihrer vorigen Wirkungsstätte „Arens’ś Restaurant“ in Hainfeld angeboten, wo sie sich innerhalb von vier Jahren einen Namen gemacht hatten. Die beiden stehen nun vor einem Riesenprojekt mit 63 Zimmern, großen und kleinen Konferenzräumen, einem Panoramasaal, der Pergola mit 300 Plätzen und einem Restaurant mit 100 Innen- und 80 Außenplätzen. Im Untergeschoß gibt es einen Wellnessbereich mit verschiedenen Saunen und einem Fitness-Studio. Die Massagepraxis ist derzeit vermietet. Vorbesitzer des Hauses ist der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd, der sich schon länger mit Verkaufsabsichten getragen hatte, erläutert Arens. Mit Geschäftsführerin Edith Graumann, die seit 2002 mit im Boot ist, hat das Ehepaar Arens eine Kraft mit internationaler Erfahrung an seiner Seite. Das Haus soll sukzessive modernisiert werden, um eine persönliche Note in das familiengeführte Hotel zu bringen. Das erste Projekt, die neue Bar, ist bereits fertig. Mit 50 Plätzen und professionellem Barkeeper ist sie auch für externe Gäste geöffnet. Das Foyer ist ebenfalls neu gestaltet, ein Großteil der Zimmer wird renoviert und neu möbliert. Das Restaurant auf 380 Quadratmetern erhält eine neue Bestuhlung und einen neuen Bodenbelag. Den Spa-Bereich soll ein Whirlpool bereichern. Die Baumaßnahmen müssen alle während des laufenden Betriebs über die Bühne gehen. Das sei durchaus „ein Projekt fürs Leben“ gesteht der 33-jährige Koch. Doch er blickt zuversichtlich in die Zukunft. Seiner Meinung nach ist „theoretisch alles möglich“. Berufserfahrung haben er und seine Frau unter anderem im Deidesheimer „Schwarzen Hahn“, in Netts Restaurant in Gimmeldingen und im Ruppertsberger Hofgut gesammelt. Nachdem der Pachtvertrag für ihr Lokal in Hainfeld abgelaufen war, kam die neue Herausforderung in St. Martin gerade recht. Der dreifache Vater bewohnt nun mit seiner Familie ein kleines Haus auf dem Hotelgelände. Er beschäftigt 38 Mitarbeiter, davon zehn Köche, wobei im Laufe des vergangenen Jahres neue Kräfte auch für den Marketingbereich eingestellt worden sind. Neu im Programm für das Tagungsgeschäft sind Gourmetmenüs unterschiedlicher Qualitätsstufen für Führungskräfte und Weinproben. Für Hochzeiten und andere Festlichkeiten bietet sich die Pergola mit bis zu 600 Sitzplätzen an. Geplant sind auch Hausfeste innerhalb eines Veranstaltungsprogrammes.

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