Weidenthal RHEINPFALZ Plus Artikel E-Sport: Fußball-Talpokal-Turnier diesmal digital

Vom 1. bis 6. Februar wird das Talpokalturnier digital mit Spielkonsole ausgetragen.
Vom 1. bis 6. Februar wird das Talpokalturnier digital mit Spielkonsole ausgetragen.

Kicken auf virtuellem Rasen – die Spieler der E-Sport-Abteilung im FC Wacker Weidenthal haben damit bereits im Frühjahr Erfahrungen gesammelt. Auch jetzt, während der zweiten Coronawelle, sind sie an der Spielkonsole aktiv. Auch der Fuddi ist wieder dabei.

Die Akteure des FC Wacker Weidenthal treten während des zweiten Lockdowns an der Spielkonsole gegeneinander an, liefern sich Fußballpartien am Computer. Vom 1. bis 6. Februar treten sie um den Digitalpokal an. „Der soll für das Talpokalturnier, das im Winter ein Hallenturnier ist, einen guten Ausgleich schaffen“, erzählt Hendrik Heß, Verantwortlicher für E-Sport im FC Wacker.

Ursprünglich sei das Digitalturnier in der ersten Januarwoche vorgesehen gewesen. „Aber das war dann doch ein bisschen schnell im neuen Jahr“, gesteht Heß schmunzelnd. Wer wolle, könne sich noch für den Wettbewerb um den Digitalpokal anmelden. Heß erklärt die Voraussetzungen: „Man muss für einen Talverein starten. Man braucht die Playstation4-Konsole. Wir spielen Fifa. Und man braucht einen Bildschirm oder einen Fernseher.“ Die Teilnahme koste nichts. Bei der Anmeldung müsse jeder seinen Vor- und Nachnamen sowie seinen PSN-Namen angeben, „damit die Spieler sich online finden können“. PSN-Namen sind Benutzernamen der Playstation-Network. „Quasi Nicknames“, erläutert Heß. Die Weidenthaler planen, regelmäßig Fifaturniere, „möglichst jeden Monat“, anzubieten.

Flexibel mit dem Spielmodus

Beim FC Wacker sei man flexibel, was den Spielmodus angehe. „Zuletzt sind wir mit 20 Leuten in vier Gruppen gestartet“, erzählt Heß vom Turnier im November. „Bei größerem Andrang können wir auch mehr Gruppen bilden.“ Zuerst habe es im November Gruppenspiele gegeben. Jeweils die beiden Gruppenbesten seien in die nächste Runde eingezogen, wo K.-o.-Spiele worden seien. „Wir geben den Spielplan raus – die beiden jeweiligen Gegner haben genug Zeit, Kontakt miteinander aufzunehmen und einen Spieltermin auszumachen“, sagt Heß, wie es bisher abgelaufen ist und wie es auch beim Digitalpokal funktionieren soll. Im Gegensatz zum allerersten E-Fußball-Turnier im Frühjahr, welches laut dem FC Wacker „in einer gemütlichen Runde im Sportheim stattfand“, hätte es im November alle Partien nur online gegeben. Soll heißen: Jeder Spieler hat für sich alleine zu Hause mit der Konsole gesessen. Das Finale wolle Wacker streamen. „Beim letzten Turnier hat das geklappt. Aber es gibt leider nicht überall so gute Internetverbindungen“, deutet Hendrik Heß ein großes Problem an.

Bislang nur männliche Teilnehmer

Das Alter der Teilnehmer sei bislang „breiter gestreut, als man es erwartet“. Die jüngsten E-Sportler seien zwölf, 13 Jahre alt, die ältesten um die 30. Heß: „Beim letzten Mal waren es nur männliche Teilnehmer.“

Bislang habe sich das Weidenthaler Organisationsteam um Heß, seinen Stellvertreter Sven Semmelsberger und den stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Christopher Milloth nicht bei strittigen Szenen während eines Spiels einschalten müssen. „Fifa gibt eine klare Linie vor“, sagt Heß zu den Regeln. „Es ist aber ein Spiel, bei dem man sich schnell aufregen kann“, gesteht er. „Es soll aber in erster Linie Spaß machen. Und das haben alle verinnerlicht.“ Man sei erfolgreich, „wenn man dabei ruhig bleibt“, betont er.

Taktisches Verständnis wichtig

Kondition brauche man nicht unbedingt für E-Football, erzählt Heß, der selbst – in Zeiten ohne Coronavirus – in der Mannschaft der SG Frankeneck/Weidenthal II in der C-Klasse Kaiserslautern aktiv kickt. „Aber man braucht ein gutes Reaktionsvermögen sowie taktisches Verständnis.“ Viele Profifußballer hätten deshalb einen leichten Start, wenn sie mit Fifa anfingen, weiß Heß. Nach einem Spiel gebe es nur selten Nachbesprechungen zwischen den beiden Kontrahenten. „Aber wer erfolgreich sein will, sollte sich sein Spiel noch einmal anschauen“, rät der Weidenthaler.

Übrigens haben die Wacker-E-Sportler Fuddi in ihr Logo aufgenommen: Fuddi, das war der kleine Stoffelefant, der die Wacker-Spieler bis 2009 überall hin als Maskottchen begleitet hatte. Eine Mannschaftsfahrt nach Mallorca war ihm allerdings zum Verhängnis geworden – er verschwand 2009 spurlos.

Am Winter-Qualifier des Südwestdeutschen Fußball-Verbandes haben sich sechs Wacker-Spieler beteiligt. Das Ergebnis: Platz 64 unter 90 Teilnehmern. Bestplatzierter Verein aus dem ehemaligen Fußballkreis Neustadt war hier der TuS Diedesfeld auf Rang zehn.

Kontakt

Anmeldung zum Digitalpokal des FC Wacker Weidenthal per E-Mail an

esports@wacker-weidenthal.de

Der Fuddi ist zurück – zumindest auf dem Logo.
Der Fuddi ist zurück – zumindest auf dem Logo.
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