Neustadt „Die Erleichterung ist riesengroß“

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Zum Einstand des neuen Trainers Markus Bähr hat der FFC Niederkirchen gestern auf dem Wachenheimer Kunstrasenplatz einen 2:0 (1:0)-Sieg im rheinland-pfälzischen Duell über Aufsteiger FFC Montabaur gefeiert.

Wachenheim. Es ist und bleibt für einen neuen Trainer der beste Start, wenn es bei der Premiere einen Sieg gibt. Insofern gesehen war für den FFC und Markus Bähr gestern ein perfekter Tag. In der Tabelle hatte der erste Heimsieg zwar keine „Auswirkungen“. Niederkirchen bleibt Neunter. Allerdings fühlen sich neun Punkte schon viel besser an als sechs. Außerdem hatte die Gefahr bestanden, vom Gegner die Rote Laterne des Schlusslichts zu übernehmen. „Wir haben schon unter Zugzwang gestanden. Es hatte nicht alles am Trainer gelegen, wir hatten oft Pech. Heute wollten wir unbedingt gewinnen, weil keiner von uns am Weihnachtstisch sitzen und ganz unten stehen wollte“, meinte Romina Konrad. Für Kapitän Lisa Egelhof war nach dem Abpfiff „die Erleichterung riesengroß“. Das Spiel war es nicht. „Es ist ja aber auch normal, in einer solchen Situation verunsichert zu sein“, sagte die Abwehrchefin, die in der Innenverteidigung gestern zwei Spielerinnen an ihrer Seite hatte. Fast 70 Minuten lang war es Jasmin Wernert, die dann aber mit einer Mittelhandverletzung ausscheiden musste. Für sie rückte Selina Hünerfauth von der Linksverteidigerposition nach innen. Es war kein berauschendes Spiel angesichts des Drucks und der Situation, einen Coach an der Seitenlinie stehen zu haben, der erst vier Tage zuvor erstmals das Training geleitet hat. Doch Markus Bähr hatte das Glück, dass die Aufgabe eine machbare war. Zwar hatte der FFC gegen den anderen Aufsteiger, Aachen, trotz allerbester Chancen verloren. Aber auch gegen den zweiten Neuling in der Liga verlieren? Das wollte die Mannschaft mit aller Macht vermeiden. Der Ex-Profi hat die Mannschaft taktisch umgestellt und auf zwei Spitzen gebaut. Jenny Schlee, die oft zuletzt vergleichsweise alleine au sich gestellt war, hatte Kathrin Becker an ihrer Seite. Und beiden gelang es auch, vor dem gegnerischen Tor für Gefahr zu sorgen. Es war allerdings Janine Hans, die gleich zu Beginn der Partie für einen Adrenalinschub sorgte. Als Montabaurs Anna Pies gegen sie im Strafraum klärte, erwischte sie zwar den Ball, allerdings auch ihre Gegenspielerin. Ein Elfmeter wäre vertretbar gewesen, doch Schiedsrichterin Franziska Erkes ließ weiterspielen. „Aber dann muss es doch Ecke geben?“, staunte Markus Bähr. Doch die gab’s nicht. Aber der FFC hat das wacklige Ding auch ohne „Elfer“ nach Hause geschaukelt. Dank der Tore von Jenny Schlee (42.) und Janine Hans (67.) stand’s schließlich 2:0. Und deshalb war der neue Trainer auch zufrieden. Er sei sehr nervös gewesen, gestand der 40-Jährige, der sich sehr „für die Mädels“ freute. Kaum in Niederkirchen angekommen, geht es nun zwar in die Winterpause. Aber die nahe Zukunft hat der Dossenheimer schon geplant. Weiter geht’s am 5. Januar. „Es wird anstrengend, aber wir werden viel mit dem Ball arbeiten.“

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