Neustadt
Deutsch-Französische Gesellschaft mit neuer Führungsspitze
Martin Meister löst Wolfgang Klein ab, der seine Funktion als Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG) nach zwölf Jahren abgegeben hat. Der neue Präsident und seine Stellvertreterin Dagmar Fries sind zwar keine gebürtigen Neustädter, leben aber seit 1989 dort. Meister ist in Freiburg geboren und war bis zu seiner Pensionierung bei der BASF. Fries arbeitete bei der Volkshochschule.
Meister ist seit drei Jahren, Fries seit 2018 Mitglied der DFG. Beiden liegen die Beziehungen zu Frankreich besonders am Herzen. Angesichts der aktuellen politischen Probleme in der Welt sei es besonders wichtig, bessere Kontakte auf freundschaftlicher Basis zu knüpfen, erklärt Meister.
Vereinsgründungen zwischen Neustadt und Mâcon
Er blickt auf eine beeindruckende Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen zurück. In seiner eigenen Familie gibt es eine lange Geschichte der Kontakte zu Frankreich. Seit Ende der 1960er-Jahre hatten seine Eltern eine besondere Beziehung zu einer zwischen Nancy und Paris lebenden französischen Familie. Diese Verbindung kam zunächst durch die Kriegsgefangenschaft seines Vaters zustande. Danach entstand eine Brieffreundschaft, durch die es zu einer erfüllten Freundschaft zwischen beiden Familien kam. Daher möchte Meister noch mehr zum Intensiveren von Kontakten beitragen. Schon jetzt komme es zwischen Neustadt und Mâcon zu neuen Vereinsgründungen.
Dagmar Fries hat außer den Kontakten zur DFG, der sie seit 2018 angehört, viele Hobbys, die sie während ihrer Berufstätigkeit nicht ausüben konnte. Das habe sich nun geändert, sagt sie: „Ich genieße meine neue Freiheit. Ich bin nicht nur kulturinteressiert, ich bin auch eine Frischluft-Fanatikerin.“ Sie weist darauf hin, dass vor zwei Jahren in Mâcon eine Boule-Gruppe gegründet wurde, die eventuell in diesem Jahr zu Besuch kommt.
Preisgekrönter Film im Roxy-Kino zu sehen
Mit Blick auf das neue Jahresprogramm der DFG hebt Meister hervor, dass am Donnerstag, 22. Januar, dem „Deutsch-Französischen Tag“, im Roxy-Kino der preisgekrönte Film „An einem Tag im September“ über die Anfänge der Freundschaft zwischen beiden Ländern in den 1950er-Jahren gezeigt wird. Dieses Thema vertieft die DFG im April durch eine Reise nach Colombey-Les-Deux-Eglises, dem einstigen Wohnort des ehemaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle (1890-1970).