Neustadt
Designer-Blusen in Pop-up-Store im Klemmhof
Schon seit Wochen weisen Schilder am Schaufenster darauf hin, dass im Klemmhof in Neustadt ein neuer Laden Einzug halten wird. Darüber können sich vor allem Frauen freuen, stellt doch der Designer Thomas Maria Stoehr seit Freitagnachmittag eine limitierte Auswahl an raffinierten Damen-Blusen aus. Kundinnen können dort die Teile von der Stange oder maßgeschneidert nach Terminvereinbarung anprobieren. Auch die eine oder andere Hose und Parkas sind zwischen den Blusen zu finden.
Das „stoehr/werk“ wird aber nicht für immer im Klemmhof bleiben: Es ist ein Geschäft auf Zeit, eine Art Pop-up-Store. Eigentlich hatte der Designer ganz andere Pläne. Vorgesehen war eine offene Manufaktur, ein Verkauf mit Schneiderei in einem großen Raum. Weil der Showroom in Deidesheim dafür zu klein war, suchte Stoehr einen Raum in Neustadt. „Ich habe mir auch schon zwei Räume angeschaut“, so der Designer. Doch dann machte Corona die Pläne zunichte. Kein Umsatz, kein Umzug.
Keine Kurzarbeit dank Masken
Kurzerhand sattelt das Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern um und steigt in die Alltagsmasken-Produktion ein. Die Nachfrage ist riesig, denn Anfang April sind die Masken noch rar. Rund 7000 Stück fertigte Stoehrs Team seither an. Von dem Verkauf profitiert übrigens auch das Kinderhospiz in Dudenhofen. Die Spendenaktion läuft noch. „Die Maskenproduktion war nicht lukrativ, aber kostendeckend“, so der Designer, der seine Kleider in Deidesheim produziert, hauptsächlich aus italienischen Stoffen. Kein Mitarbeiter habe in Kurzarbeit gemusst.
Stoehrs Stammkunden kommen überwiegend aus Mannheim, Heidelberg, Frankfurt und Stuttgart. In Neustadt hofft er auch auf den einen oder anderen Touristen, der auf seine Kleider aufmerksam wird. Wer vorbeischaut, kann sich bei Kaffee und Kuchen mit dem Designer unterhalten oder mit anderen Kundinnen. Platz sei genug, so Stoehr. Darüber hinaus plant er auch Veranstaltungen im Klemmhof. Doch den Traum von der offenen Manufaktur gibt er noch nicht auf.