Neustadt Auf Stimmenfang

Breda Burns
Breda Burns

«Neustadt». Spannende Kunst und Genuss für alle Sinne verspricht das vierte internationale Künstlersymposium der Stadt Neustadt unter der Leitung von Ralph Gelbert, das vom 14. bis 20. August zehn Künstler aus aller Herren Länder in der Villa Böhm zusammenführt. In einer kurzen Serie stellt DIE RHEINPFALZ die beteiligten Künstler vor, heute Breda Burns aus Irland.

Burns, Malerin, Bildhauerin und Performance-Artistin, hat in ihrer Heimat Irland eine eigene Radio-Show – und über die sei der Kontakt zu ihm zustande gekommen, erzählt Gelbert: Er sei vor einigen Jahren als „artist in residence“ in Westport gewesen und habe sie anlässlich eines Interviews kennengelernt. „Ich durfte mir drei Songs für zwischendrin aussuchen, das war lustig“, erinnert sich der Neustadter. Nach ihrem Diplomabschluss in Kunst und Design am Regional Technical College in Sligo 1982 legte sie 2015 außerdem ihren Bachelor of Arts mit Auszeichnung in Bildhauerei am Centre for Creative Arts and Media in Galway ab. „Sehen, verstehen, zuhören, sprechen, beteiligen, herausfordern, spielen, zerstören, wieder aufbauen, Übersicht gewinnen, loslassen und wieder von vorne beginnen sind für sie alles Teile künstlerischen Strebens“, sagt Gelbert über seine Kollegin. Über ihre künstlerische Tätigkeit hinaus übernehme Burns zusätzlich eine Reihe von kommunalen ausbildenden Tätigkeiten als Vizevorsitzende der Direktoren der Custom House Studios an Gallery in Westport. Sie produziert unter anderem Wandbilder und übernimmt die Gestaltung und Konstruktion von Flößen. „Burns arbeitet viel in der Natur und insbesondere mit den Gezeiten – da steht sie auch mal bis zum Hals im Wasser“, sagt Gelbert: Zu Arbeit mit und in der Natur zähle unter anderem auch das Einfangen von Stimmen und deren verfremdete Wiedergabe in anderen Zusammenhängen: „Das erinnert oft an Radio-Shows aus den 1920er-Jahren“, so Gelbert. Er könne sich durchaus vorstellen, dass Burns auch von den Weinbergen rund um Neustadt für neue Projekte inspiriert werde: „Wald und Wingerte sind sicher ein dankbares Sujet für sie.“ Während des Symposiums in Neustadt wolle sich Burns mit dem Thema „Was macht es aus, Mensch zu sein“ beschäftigen und dabei auch mit Neustadter Bürgerinnen und Bürger beschäftigen, beschreibt Gelbert das Projekt für die Arbeit in der Villa Böhm: Ziel sei es, daraus eine „Installation bis zur Finissage zu basteln“. „Ich bin sicher, dass wir schon zum Tag des offenen Ateliers ein vorzeigbares Zwischenergebnis haben“, erklärt Gelbert.

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