Neustadt Auf der Lastwagenpritsche zum Auswärtsspiel

„Handball in Haßloch“ steht am Sonntag, 2. November, von 14.30 bis 17 Uhr im Heimatmuseum im Mittelpunkt: Die Autoren Arno Schlafmann und Horst Stahler stellen im Otto-Dill-Raum den zweiten Teil ihrer Recherchen vor, die in Heft 73 der „Haßlocher Heimatblätter“ erscheinen.
In Heft 62 war im Juni 2013 der erste Teil erschienen. Jetzt berichten die Autoren eingangs über den Frauenhandball, der hier schon Ende der 20er Jahre Fuß fasste. 1943 errangen die Handballfrauen die Westmark-Gaumeisterschaft. Nach dem Krieg wurde um 1947/48 wieder ein Damenteam zusammengestellt. Das Interesse am Frauenhandball ließ dann aber nach, sodass erst 1967 wieder eine Damenmannschaft gegründet wurde. Sogar zwei Mannschaften konnten aufgestellt werden; der erste Trainer war Edwin Höchel. Auch die männliche Haßlocher Handballjugend konnte viele Erfolge nachweisen. Schon im Jahre 1946 ging es mit dem Training, unter Leitung von Otto Scheuer, los. Auf der Pritsche eines Lastwagens wurden die Jugendlichen an ihre etwas entfernter liegenden Spielorte gefahren, in die näher liegenden Orte ging es natürlich mit dem Fahrrad. Die Erste Jugendmannschaft wurde 1949 Meister der französischen Besatzungszone und hatte sich damit für die Deutschen Meisterschaften in Braunschweig qualifiziert, wo sie einen hervorragenden vierten Platz erkämpfte. 1950 veranstaltete die TSG einen Wettbewerb, „Haßlocher Straßenmeisterschaft im Handball“, um neuen Handball-Nachwuchs zu gewinnen. So kamen sieben Mannschaften zusammen. Sieger war dabei die Mannschaft von der Bahnhofstraße. Aus den Spielern dieser Straßenmannschaften gingen mehrere Jugendmannschaften hervor, die etliche Titel nach Haßloch holten. Höhepunkt im Jugendhandball war die gesamtdeutsche Jugendmeisterschaft im Jahr 1991 gegen Erfurt. Das Heft enthält daneben Aufnahmen ehemaliger Torhüter in Aktion von Emil Janz über Otmar Wagemann, Heinz Weller, Hugo Bender und Erwin Flörchinger bis zu Arno Scheurer, Alois Benz, Kurt Freitag, Dieter Boos und Roland Janz, die im Haßlocher Handball schon immer eine sehr gute Rolle spielten. Auch die unteren Mannschaften finden in dem Heft Erwähnung. Vorgestellt werden unter anderem auch verschiedene Wurfvarianten von den Spielern Otto Scheurer, Willi Marneth, Gerd Hahn, Gundolf Porr, Heinz Scheurer, Richard Schlafmann, Manfred Korn, Egon Buchert, Arno Mechtersheimer, Werner Matill, Richard Schüle und Klaus Bachofner. Auch Aufnahmen von einigen AH-Mannschaften sind in dem Heft zu finden, ebenso ein Porträt von Antonio Metzner, der inzwischen in der Bundesliga spielt. (go)