Handball
Zweitligist Eulen Ludwigshafen auf Spielfläche aus Glas
Am Samstag kommt es zu einem Wiedersehen mit Stefan Salger, der noch in der vergangenen Saison das Trikot der Eulen trug. Der gebürtige Allgäuer aus Oberstaufen folgte zu Beginn der Saison dem Ruf von Michael Roth, dem neuen Cheftrainer des früheren Europapokalsiegers. An der neuen Wirkungsstätte scheint er zur alten Leistungsstärke zurückgefunden zu haben. 16 Tore erzielte der 26-jährige in den ersten fünf Partien, darunter sechs Treffer bei der 31:37-Niederlage vor Wochenfrist bei der HSG Nordhorn. Salger gilt bei den Unterfranken auch wegen seiner Körpergröße (2,07 Meter) im Innenblock als gesetzt. Die Schützlinge von Trainer Roth sind in der laufenden Saison vor eigener Kulisse noch ohne Niederlage. Diesen positiven Trend will die neuformierte Mannschaft gegen die Eulen fortsetzen. So fordert Roth gegen die Pfälzer, dass seine Mannschaft über den Kampf ins Spiel kommt.
Dabei müssen die Gastgeber auf ihren Top-Torschützen Finn Wullenweber verzichten, der sich im Training einen Außenbandriss zugezogen hat. Mit Adrian Kammlodt, Kuno Schauer und Simon Strakeljahn stehen jedoch drei weitere Rechtshänder im Kader, die die Lücke schließen können.
Dass die Partie kein Zuckerschlecken wird, davon ist Eulen-Cheftrainer Johannes Wohlrab überzeugt. „Mit Großwallstadt wartet eine wurfgewaltige Mannschaft auf uns, die aus der zweiten Reihe gute Distanzschützen hat“, sagt Wohlrab. Mario Stark sei „ein erfahrener Mittelmann, der eine sehr gute Achse mit Dino Corak am Kreis spielt“. Dazu habe der TVG den besten Torwart der vergangenen Saison in der Liga, Petros Boukovinas, in seinen Reihen. „Da wird es entscheidend sein, dass wir eine gute Chancenverwertung haben, aber in erster Linie müssen wir auf uns schauen. In der Abwehr brauchen wir einen besseren Zusammenhalt, aggressiv und aktiv. Die Leistung der Torhüter muss stärker werden. Wenn wir diese Kombi schaffen, dann kommen wir in unser Tempospiel, um die einfachen Tore zu machen“, betont Wohlrab.
„95 Prozent werden nicht reichen, wir müssen 105 Prozent bringen“. Die Mannschaft sollte den Schalter umlegen, wie sie es in Nettelstedt-Lübbecke eindrucksvoll bewiesen habe. „Wir müssen einfach mehr die Punkte wollen als der Gegner.
Die Eulen können sich wieder auf eine Fangemeinde aus der Heimat freuen. Trotzdem werden sie in der Untermainhalle eine besondere Premiere erleben. Sie laufen dort erstmals auf einem Glasspielboden auf, nachdem der Landkreis Miltenberg mit erheblichen Finanzmitteln den hochmodernen Hallenboden geschaffen und die Spielstätte aufgewertet hat. Offensichtlich ein gutes Omen für die Gastgeber, die bei der Premiere den VfL Eintracht Hagen mit 30:26 Toren besiegte. Die Eulen sind gewarnt und sollten sich auf dem neuen Glasboden keinen Ausrutscher erlauben … .