Ludwigshafen Zur Sache: Chronologie der Ereignisse

23. Oktober 2014: Bei Bauarbeiten an einer Ferngasleitung zwischen Oppau und Edigheim kommt es zu einer Gasexplosion. Zwei Menschen sterben, vier weitere werden zum Teil schwer verletzt. Gebäude und Autos werden beschädigt, Anwohner vorübergehend obdachlos. Der Schaden wird auf über 20 Millionen Euro geschätzt. 26. Oktober 2014 : Betreiber Gascade repariert die Leitung und nimmt sie mit Genehmigung der Behörden wieder in Betrieb. Der Staatsanwalt hat das beschädigte Teil beschlagnahmt. 20. März 2015 : Eine von der Staatsanwaltschaft beauftragte Sachverständige schickt ihr Gutachten an die Polizei. Inhalt: Die beschädigte Rohrleitung hatte statt 8,8 Millimeter nur noch eine Restwandstärke von unter 1 Millimeter. Die Expertise wird weiter an die Staatsanwaltschaft geschickt. 19. Mai 2015 : Die Energieaufsicht des Landes erfährt von der Staatsanwaltschaft von dem Gutachten und veranlasst, dass der Druck in der Leitung von 84 bar auf das bei 1 Millimeter Rohrwandstärke zulässige Niveau von 10 bar gesenkt wird. 15. Juni bis 7. Juli 2015: Die Leitung, die von Ludwigshafen nach Karlsruhe führt, wird stillgelegt und auf einer Länge von 58 Kilometern untersucht. Ergebnis: Überall wurde eine ausreichende Wandstärke der Rohre gemessen, die einen Betriebsdruck von bis zu 84 bar zulässt. Das bestätigt auch der Tüv. Die Pipeline geht wieder in Betrieb. 20. 10.2016: Die Staatsanwaltschaft gibt Details über das beschädigte Leitungsstück öffentlich bekannt und kündigt weitere Gutachten dazu an. Betreiber und Aufsichtsbehörden versichern, dass die Pipeline sicher ist. |mix