Ludwigshafen Wird das Südwest-Stadion zum Solar-Kraftwerk?

So langsam wächst Unkraut drüber: das verfallende Stadion .
So langsam wächst Unkraut drüber: das verfallende Stadion .

Intakte Sportanlagen aber über weite Teile marode Zuschauerränge – so präsentiert sich das vor genau 73 Jahren eröffnete Südwest-Stadion. Die SPD hat nun vorgeschlagen, den nicht mehr genutzten Stehplatzbereich für Solarpaneele zur Stromerzeugung zu nutzen. Nicht betroffen wäre der als „Gästeblock“ ausgewiesene Stehplatzbereich auf der Gegengerade. „Durch Solaranlagen auf den durch ihre Schräglage besonders geeigneten Rängen könnten mehrere Ziele im Sinne einer Win-Win-Situation erreicht werden“, sagte SPD-Sprecher Christian Schreider. Der Bauausschuss stimmte der Idee zu. Die Verwaltung wird nun Kontakt mit den Technischen Werken Ludwigshafen (TWL) aufnehmen, die prüfen sollen, inwieweit ein Solar-Kraftwerk im Stadion umsetzbar wäre und sich rechnen würde. Einzige Einschränkung: „Das Stadion muss weiter uneingeschränkt in seiner Funktion nutzbar sein“, forderte Christoph Heller (CDU). Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) signalisierte Zustimmung: „Wir können das Südwest-Stadion nicht abreißen, sondern müssen es so lassen, wie es ist. Dann können wir auch das Beste aus der Situation herausholen.“ Einstimmig verabschiedete der Ausschuss deshalb einen Prüfauftrag an die TWL, der die Stadt 5400 Euro kostet. „Ein möglicher Nutzen wäre langfristig deutlich höher“, meinte die Oberbürgermeisterin. Hans-Uwe Daumann (Grüne) konnte sich noch weitere Standorte für Solarmodule vorstellen, etwa das ehemalige Metro-Gelände in der Gartenstadt oder die Mülldeponie in Rheingönheim.

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