Ludwigshafen Wehenparty für Kartenspiel „Dubbe“
«Böhl-Iggelheim.»Das heitere Familienkartenspiel, „Dubbe“ hat der passionierte Spielentwickler Klaus Geis am Freitag im Jugendzentrum Böhl-Iggelheim seinen Freunden, Spendern, Gönnern und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Idee ist bestechend einfach: Ein typischer Pfälzer Stammtisch mit den fünf häufig anzutreffenden Charakteren Aagewwer (Angeber), Weschwieschmän (Weißt Du, wie ich meine?), Jammerlabbe (Jammerlappen), Jo Lossen (Ach, lass Ihn doch!) und Gliggsridder (Glücksritter) wird durch ein Kartenspiel zum Leben erweckt. Durch das Gewinnen von Stichen schlüpfen die Spieler und Spielerinnen im Verlauf des Spiels in die verschiedenen Rollen. Die verschiedenen Charaktere sind zum einen mit Plus- und Minuspunkten, Trumpf oder einer Sonderfunktion verbunden und zum anderen steigt ihr Wert im Positiven wie im Negativen während des Spielverlaufs immer mehr. Deshalb ist es für die Spielstrategie entscheidend, wann ein Stich übernommen wird. So bleibt bis zum Schluss die Frage, wer die meisten „Dubbe“ (Punkte) einsammelt und der größte „Jammerlabbe“ oder „Gliggsridder“ ist. „Bei der Entstehung von ,Dubbe’ waren mehr als 200 Menschen beteiligt. Angefangen bei meiner Familie, den Spieletestern, Designern, Korrekturleser der Spielanleitung, Übersetzer und viele mehr“, sagt Klaus Geis. „Um all diesen Geburtshelfern, die mich auch in schwierigen Zeiten unterstützt haben, zu danken, ist die Wehenparty gedacht“, erklärt er. Im Jugendzentrum haben sich mehr als 100 Helfer eingefunden, um die „Geburt“ des fertiggestellten Kartenspiels mitzuerleben, mit dem Geis quasi seit mehr als vier Jahren schwanger ging. Mit einer detaillierten Bildschirmpräsentation zeichnet der 58-Jährige den langen Weg von der ersten Idee bis zur endgültigen Form, in der „Dubbe“ am 25. Oktober auf der internationalen Spielemesse in Essen offiziell vorgestellt wird. Zunächst sei das Spiel als Schifffahrt über den Rhein geplant gewesen. Mit kleinen Frachtern sollte „Riwwer und Niwwer“ gefahren werden, um möglichst viele Pluspunkte zu sammeln. Das habe sich in der weiteren Entwicklung als nicht tragfähig erwiesen, weshalb es zum Pfälzer Stammtisch gekommen sei, blickt der Entwickler zurück. Marion und Dieter Schmelzeisen aus Aachen, die als Spieletester die Entstehung begleiteten, sind vom Konzept überzeugt. „Das hat schon in der ersten Version erstaunlich gut funktioniert“, berichtet das Ehepaar. „Und mit der originellen Verpackung und dem moderaten Verkaufspreis könnte es auch außerhalb der Pfalz gut ankommen“, meinen sie. Das Design der Pappschachtel ist ungewöhnlich. Die konische Form, die typische Farbe einer Rieslingschorle und die charakteristischen „Dubben“ eines „Dubbeglases“ machen es zum Blickfang. Die Gestaltung der Spielkarten ist durch die Überzeichnung der Charaktere gut gelungen, die Darstellung des „Aagewwers“ ähnelt nicht zufällig dem amerikanischen Präsidenten. „Da ein Angeber überall nicht besonders beliebt ist und wegen der Pfälzer Wurzeln des Präsidenten, hoffen wir auf eine rege Nachfrage in Übersee“, verrät Geis. „Aus diesem Grund liefern wir das Spiel gleich mit einer englischen Spielanleitung aus.“ In die Läden kommt das Kartenspiel voraussichtlich ab November. Unter www.palatia-spiele.de kann dann auch direkt beim Hersteller bestellt werden.