Ludwigshafen
Weg frei für Mittelstandspark in Oggersheim
Der Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiet ist am Montag vom Stadtrat mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht worden. Oggersheims Ortsvorsteherin Sylvia Weiler (SPD) betonte die Wichtigkeit: „Gewerbeflächen sind knapp. Wir müssen neue Ansiedlungsflächen schaffen.“ Das betonte auch Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos): „Der Mittelstandspark ist wichtig, um in Ludwigshafen Arbeitsplätze zu generieren.“ Auch CDU-Fraktionschef Peter Uebel begrüßte die Pläne, mahnte aber mehr Tempo bei der Entwicklung des Gewerbewerbegebiets an. „Die Erstvorstellung des Mittelstandsparks war 2019. Es hat sehr lange gedauert, bis jetzt ein Bebauungsplan vorliegt“, meinte Uebel.
Das sah Joachim Magin von der Stadtplanung allerdings anders: Für einen Bebauungsplan seien viele Verfahrensschritte und Fachgutachten erforderlich. Vier Jahre bis zum Beschluss eines Bebauungsplans wie beim Oggersheimer Mittelstandpark seien nicht sonderlich lange. „Wir haben nicht geschludert, sondern alle Auflagen rechtssicher erfüllt“, betonte Magin.
15 Hektar groß
Das über 15 Hektar große Gebiet liegt zwischen der geplanten Heinrich-Pesch-Siedlung und dem Ortsrand von Oggersheim, wo sich das Wohngebiet Paracelsusstraße befindet. Auch mit Rücksicht auf die Anwohner, die Lärmbelästigungen befürchten, ist das Gewerbegebiet in drei Zonen eingeteilt worden, die von Grünanlagen unterteilt werden.
In den äußeren Bereichen des Mittelstandsparks sind „kleinteilige“ Gewerbebetriebe vorgesehen, die möglichst wenig Lärm verursachen sollen. Grenzwerte sind im Bebauungsplan festgelegt. Die drei Zonen sollen jeweils von der Mannheimer Straße aus angefahren werden.
Zwischen den etwa 1500 bis 2000 Quadratmeter großen Grundstücken sind Grünflächen sowie Fuß- und Radwege geplant – einschließlich einer Vernetzung mit der Heinrich-Pesch-Siedlung. Der Mittelstandspark ist mit der Straßenbahnhaltestelle Wollstraße an den Nahverkehr angebunden. Das künftige Gewerbegebiet besteht aus 93 Flurstücken. Neben der Stadt sind noch 14 weitere Grundeigentümer beteiligt. Mit einem sogenannten Umlegeverfahren soll die Fläche des Gewerbegebiets geschaffen und die Erschließung ermöglicht werden.