SPORTLER im Blick RHEINPFALZ Plus Artikel Warum E-Sportler Davide Buttaccio bei der Fifa-Stadtmeisterschaft das Team wechselte

Der Fußballer Davide Buttaccio bekam bei der Pokalübergabe eine Gänsehaut. Ein Wechsel ins E-Sports-Team der Eulen Ludwigshafen
Der Fußballer Davide Buttaccio bekam bei der Pokalübergabe eine Gänsehaut. Ein Wechsel ins E-Sports-Team der Eulen Ludwigshafen ist denkbar.

Fußball ist nicht nur sein Hobby oder seine Leidenschaft – für Davide Buttaccio, den ersten Titelträger der Ludwigshafener Fifa-Stadtmeisterschaft, ist Fußball eine Passion. Diese lebt er vor allem an der Konsole, aber auch auf dem Sportplatz aus. Der 25-Jährige hat noch einen weiteren großen Erfolg im Visier.

Einige Wochen ist es her, da gewann Davide Buttaccio die erste Auflage der Ludwigshafener Fifa-Stadtmeisterschaft. Immer wieder wurde der E-Sportler auf seinen Triumph angesprochen und ist sichtlich stolz darauf. Der Gewinn sei sein bisher größter Erfolg als E-Sportler, sagt Buttaccio.

Dass es überhaupt dazu kam, verdankt der Ludwigshafener mit italienischen Wurzeln dem Tipp eines guten Freundes: Besart Hyseni vom ESV Ludwigshafen riet ihm, nach der doch eher schwachen Qualifikationsrunde mit einem Sieg und zwei Niederlagen, das Team zu wechseln. Gesagt, getan – aus Liverpool wurde Frankreich und der Erfolg kam. „Ohne ihn wäre ich nicht so weit gekommen“, glaubt der Chemikant und ist seinem Kumpel dankbar. Mit ihm spielte er seit 2017 einige Turniere. Da aber noch im Zwei-gegen-Zwei-Modus.

Gänsehaut bei der Siegerehrung

Auch wenn er bei der Ludwigshafener Stadtmeisterschaft im Eins-gegen-Eins spielte, alleine war Buttaccio nicht. „Er war das gesamte Turnier an meiner Seite“, sagt Buttaccio. Hyseni hat somit auch die Siegerehrung mitverfolgt. Besonders ein Moment nach dieser Ehrung blieb Buttaccio im Gedächtnis. Nach der Überreichung des Trikots von Veranstalter Eulen Ludwigshafen und des „Controller-Pokals“ sagte der Hallensprecher, dass die von ihm gewonnene Meisterschaft etwas Besonderes sei, da er der erste Titelträger ist. „Da habe ich Gänsehaut bekommen“, gesteht der Sportler.

Und eines ist schon jetzt klar. Der 25-Jährige wird auch im kommenden Jahr bei der Stadtmeisterschaft an den Start gehen. Und das Ziel ist nicht überraschend: Die Verteidigung des Titels. „Das muss auf jeden Fall sein“, sagt Buttaccio. Vielleicht ist er dann bereits ein Teil der Eulen-Familie und im E-Sports-Team des Handballteams. Gespräche habe es bereits gegeben, bestätigte der Fußballer. „Es dauert wohl noch etwas, aber ich hätte Lust darauf“, erklärt er.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Buttaccio für eine E-Sports-Abteilung den Controller in die Hand nimmt. Noch vor seiner Ausbildung spielte er für Wormatia Worms und im Anschluss daran für Hessen Kassel, berichtet er. Angefangen hatte seine Liebe für die Fußballsimulation aber schon bedeutend früher. Seit 2006 spielt der Ludwigshafener Fifa. „Und zwar ausschließlich Fifa, ich habe nie Ballerspiele oder sowas gespielt. Für mich gab es immer nur Fifa“, verrät der Chemikant, der bei der BASF arbeitet. Doch schon bevor er an der Konsole den Controller in die Hand nahm, entwickelte sich bei ihm die Liebe zum Fußball.

Mit SV Südwest II im Aufstiegsrennen

Diese Verbundenheit fällt vor allem beim Blick auf seinen linken Unterarm auf. Diesen zieren unter anderem ein Fußball und das Geburtsdatum seines Vaters in römischen Ziffern. Er war es, der ihn einst zum beliebtesten Sport der Welt und seinem Lieblingsverein Inter Mailand gebracht hatte. Verwunderlich war es da nicht, dass Davide Buttaccio schon als Kind gegen den Lederball trat und es bis heute tut.

Aktuell läuft der Mittelfeldspieler für die zweite Garnitur des SV Südwest Ludwigshafen in der B-Klasse auf. Zuvor war er bereits für den VfR Frankenthal und den ASV Fußgönheim aktiv. Er sei ein Teamplayer, sagt der Fußballer von sich. Der Mannschaftserfolg steht beim Inter-Fan im Vordergrund. „Ich will den Sieg mit der Mannschaft holen“, verdeutlicht er. Das große Ziel für diese Spielzeit: Der Aufstieg in die A-Klasse. Ganz unrealistisch ist das bei nur drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer PSV Grün-Weiß nicht. Gerne würde Buttaccio innerhalb weniger Monate zum zweiten Mal einen ersten Platz feiern. Dieses Mal aber auf dem Fußballplatz und nicht in der Halle.

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