Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTV Mundenheim müssen sich Tabellenführer Ferndorf geschlagen geben

VTV-Spieler Thoren Pönisch (oben) sucht gegen Ferndorf den Abschluss.
VTV-Spieler Thoren Pönisch (oben) sucht gegen Ferndorf den Abschluss.

Die VTV Mundenheim starteten mit einer Schlappe in die Rückrunde der dritten Handballliga. Im letzten Heimspiel des Jahres mussten sich die Mundenheimer dem TuS Ferndorf mit 22:33 (12:16) geschlagen geben.

Mathias Lemmert hatte den richtigen Riecher. „Wir sehen heute eine deutlich verbesserte Mundenheimer Mannschaft“, erklärte er im Rahmen der taktischen Besprechung altgedienter VTV-Akteure im Hallenfoyer. Und er legte nach. „Es wird eine Leistung, die letzte Woche gegen Haßloch zum Sieg gereicht hätte, aber gegen einen Gegner wie Ferndorf wird das eben nicht reichen.“ Eine Vorab-Analyse, die den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf traf.

Mutige Mundenheimer hielten das Spiel gegen den Tabellenführer immerhin 20 Minuten lang offen. Vor allem Luka Wilbrandt und Thoren Pönisch hatten sich die Derbyniederlage gegen Haßloch ganz offensichtlich zu Herzen genommen, ergriffen ihre Wurfgelegenheiten beim Schopf und suchten mutig den Abschluss. „Wir wollten ein anderes Gesicht zeigen als letzte Woche“, erklärte VTV-Trainer Steffen Schneider, der insgesamt mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden war. Kritikpunkte gab es natürlich trotzdem: „Wir haben unsere 7:4-Führung (12.) zu schnell hergeschenkt.“ Tatsächlich benötigte Ferndorf keine 60 Sekunden bis zum Ausgleich. Gefallen hat TuS-Trainer Robert Andersson die Anfangsphase seiner Mannschaft trotzdem nicht: „Wir haben uns in der ersten Viertelstunde schwergetan.“

Viel individuelle Qualität bei Ferndorf

Am verdienten Sieg der Gäste bestand aber auch da kein Zweifel. Es war letztlich zu viel individuelle Qualität, die Ferndorf auf den Platz brachte. Beispielsweise in Person von Rechtsaußen Josip Eres, mit neun Treffern nicht nur erfolgreichster TuS-Torschütze, sondern über 60 Minuten mit nur einem Fehlversuch, der am Pfosten landete. Oder auch im gesamten Rückraum, der auch nach Wechseln praktisch auf gleichem Niveau weiterspielte. „Gegen so eine Mannschaft reichen keine 90 oder 95 Prozent. Wir hätten durchgehend 100 Prozent Leistung bringen müssen“, erklärte Schneider.

Das gelang den VTV nicht. Das 11:10 (20.) war die letzte Führung der Gastgeber, die danach abreißen lassen mussten. Ärgerlich trotzdem, denn es hätte zumindest ein wenig länger spannend bleiben können. Rouven Müller traf aus bester Position nur den Pfosten, und im letzten Angriff hatten die VTV die Uhr nicht im Blick, ließen die Zeit bis zur Pause herunterlaufen und so stand es zum Seitenwechsel eben nicht 14:16, sondern der Rückstand betrug vier Tore.

VTV-Trainer Schneider nicht unzufrieden

Und es wurde leider nicht besser. Nach dem 15:18 durch Emanuel Novo (33.) vergaben in Serie Pönisch, Aaron Schleidweiler sowie vom Siebenmeterstrich Max Schneider den möglichen erneuten Anschluss. Einen Treffer ins leere Tor durch Nico Klein verhinderte das Schiedsrichtergespann, das den Wurf zurückpfiff, ein weiterer Langstreckenversuch durch Luka Seitz landete am Torpfosten.

So setzten sich die konstant auf einem Niveau durchspielenden Gäste aus Ferndorf Zug um Zug ab, zum letztlich verdienten Sieg, der aber auch die Mundenheimer nicht allzu enttäuscht zurückließ. „Auf dieser Leistung können wir auf alle Fälle aufbauen“, bilanzierte Steffen Schneider mit Blick auf das noch ausstehende Auswärtsspiel bei der HSG Pohlheim bis zum Jahresende.

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