Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTV Mundenheim gewinnen wichtiges Spiel gegen Waldbüttelbrunn

Yannick Treiber von den VTV Mundenheim (Mitte) setzt sich gegen die Abwehr der DJK Waldbüttelbrunn durch.
Yannick Treiber von den VTV Mundenheim (Mitte) setzt sich gegen die Abwehr der DJK Waldbüttelbrunn durch.

Mit Geschick und einer gehörigen Portion Glück zitterten sich die VTV Mundenheim im Aufsteigerduell der Dritten Handballliga zu einem 29:28 (14:18)-Erfolg über die DJK Waldbüttelbrunn. Letztlich sorgte ein Schiedsrichterpfiff für die Entscheidung.

Die Erleichterung im Schulzentrum Mundenheim war förmlich mit den Händen zu greifen. Nur die wenigsten Zuschauer hatten in dem wichtigen Spiel gegen den Abstieg noch mit einem guten Ende für die Gastgeber gerechnet. Zu löchrig war die VTV-Abwehr, die im ersten Durchgang viele Tore über die Außenposition kassierte, im zweiten Abschnitt die Achse Rückraum-Kreis nicht wie erhofft in den Griff bekam. Gleich mehrmals schienen sich die Gäste daher auf der Siegesstraße zu befinden. Beim 12:17 (29.) zum Beispiel. Nachdem die VTV über einen Zwischenspurt nach der Pause wieder auf 20:20 (Thoren Pönisch, 37.) ausglichen, gab es einige Unsicherheiten im Angriff, vier Strafzeiten in Folge und etwas Pech im Abschluss – und sechs Minuten später waren die Gäste wieder auf 20:24 (43.) enteilt.

„Man hat uns schon den Druck und die Unsicherheit nach den drei Niederlagen angemerkt“, bilanzierte VTV-Trainer Steffen Schneider. Aber er lobte seine Mannschaft auch für den unbedingten Willen zur Trendwende. Die kam aus dem festen Glauben der Mundenheimer an sich selbst, war aber auch begünstigt durch einige Kleinigkeiten. So verletzte sich DJK-Spielmacher Luca Wenzel eine Viertelstunde vor dem Ende, womit den Gästen eine wichtige Option genommen war. Dann hatte Torhüter Nico Klein beim Siebenmeter gegen Nils Kwiatkowski Glück, dass der Ball von der Unterkante der Latte zurück ins Feld sprang, und auf der anderen Seite stieß Tim Schmieder endlich vertikal in die sich bietenden Lücken, erzielte mit drei Treffern in Serie (51./52./53.) den Ausgleich und Luka Wilbrandt traf fünf Minuten vor Schluss zur ersten Führung der Gastgeber seit der elften Minute.

Stürmerfoul der Gäste bringt Entscheidung

Der Rest war ein reines Nervenspiel. Yannick Bardina verpasste völlig frei den Ausgleich, auf der anderen Seite erhöhten erneut Wilbrandt und Rückkehrer Simon Schleidweiler auf 28:26 und 29:27. Vor allem für Schleidweiler ein besonderer Treffer bei seinem Kurzeinsatz: „Es war schwer, fast das ganze Spiel von Außen zu betrachten, aber wir haben wirklich die ganze Zeit daran geglaubt, dass wir das Spiel noch drehen können“, erklärte der 25-Jährige. Letztlich war sein Treffer die Entscheidung, auch weil die Schiedsrichter Sekunden vor dem Ende auf ein Stürmerfoul von Gäste-Kreisläufer Tobias Glöckler entschieden. Emotionales Ende eines emotionsgeladenen Spiels, das von der Spannung lebte.

So fiel selbst das Fazit der Mundenheimer Übungsleiter unterschiedlich aus. Während Co-Trainer André Rebholz spielerisch noch „viel Luft nach oben“ sah, lobte Steffen Schneider Tempo und Angriffsspiel seiner Mannschaft, bemängelte lediglich Chancenverwertung und Abwehrverhalten. Klar ist aber beiden: „Vor dem Auswärtsspiel in Gummersbach haben wir noch viel Arbeit.“

x