Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTV Mundenheim besiegen Aufsteiger mHSG Friesenheim/Hochdorf 3

Tempogegenstoß: Mundenheims Timo Naas trifft.
Tempogegenstoß: Mundenheims Timo Naas trifft.

Das Handballderby zwischen Drittligaabsteiger VTV Mundenheim und der mHSG Friesenheim/Hochdorf 3 als Aufsteiger wurde zur erwartet klaren Angelegenheit. Mundenheim starteten mit einem 41:26 (20:13)-Erfolg in die Saison. Zufrieden waren damit am Ende beide.

„Für den Klassenerhalt müssen wir andere Spiele gewinnen“, betonte HSG-Trainer Nik Dreyer. Wichtig sei das Spiel trotzdem gewesen: „Die Jungs haben heute gesehen, wie wir verteidigen wollen.“ Die 15 Tore Unterschied sehen auf der Anzeigetafel zwar viel aus, letztlich waren die Gäste aber einfach nur in einigen Situationen zu grün, leisteten sich die ein oder andere Unaufmerksamkeit in der Abwehr zu viel, ließen im Angriff den ein oder anderen Wurf zu viel aus, so die nüchterne Bilanz des Gästetrainers.

Tatsächlich waren beide Mannschaften nur rund drei Minuten lang auf Augenhöhe, dann traf Malte Dorra per Siebenmeter zur 3:2-Führung der Gäste. In der Folge hatten nur noch die VTV das Heft in der Hand, führten zehn Minuten später mit 9:3. (13.). Mit zwei Treffern daran beteiligt Mundenheims Linksaußen Luca Seitz, eine der tragischen Figuren auf Mundenheimer Seite, denn in der Schlussminute der ersten Hälfte flog er von Außen ein, wurde dabei von Malte Dorra behindert und schied mit Verdacht auf Bänderverletzung aus (30.). Auch für Dorra war das Spiel beendet. Der HSG-Routinier erhielt die Rote Karte. Nicht die einzige in diesem Spiel. Ausgerechnet Janik Kunz (54.) musste frühzeitig duschen, hatte bei seiner unbeherrschten Aktion gegen Jens Seithel sogar noch Glück, dass er das Feld ohne zusätzlichen Bericht verlies. „Ausgerechnet Janik. Er war bis dahin unser konstantester Spieler“, haderte VTV-Trainer Steffen Schneider.

Deutliche Unterschiede

Tatsächlich war Kunz bis dahin mit seinen 15 Paraden einer der Garanten für die VTV-Führung. Er agierte stabil auf hohem Niveau, während seine Kollegen auf dem Feld durch die Bank ihre Höhen und Tiefen hatten, was auch Schneider bemängelte. „Es gab einige Dinge, die wir vom Grundlegenden her nicht gut gemacht haben.“ An der klaren Führung der Gastgeber änderte das nichts. Yannick Treiber traf mit dem Pausenpfiff zum 21:13. Praktisch schon die Entscheidung, denn sowohl personell als auch in Sachen Qualität waren die Unterschiede zu deutlich, auch wenn die Gäste immer wieder ihr Talent andeuteten. Zum Beispiel über Jakob Chrust, der nicht nur mit seinen vier Treffern, sondern auch mit seiner Dynamik beeindruckte. Mehr als ein zwischenzeitliches Aufblitzen war das aber nicht.

Ballverlust und Gegenstoß, Torhüterparade und Gegenstoß, Fehlwurf und Gegenstoß – in der Sequenz ab der 47. Minute machten die Mundenheimer aus einem 31:20 eine 35:20-Führung (50.) , brachten den erwarteten Sieg sicher nach Hause. „Wir sind 60 Minuten Tempo gegangen und konnten ohne Qualitätsverluste durchwechseln“, bilanzierte Schneider. Und auch für einen Feldspieler gab es noch ein Sonderlob, auch wenn sich das bei ihm gerade am ersten Spieltag selbstverständlich noch sehr zurückhaltend anhörte: „Nicki bringt viel Tempo ins Spiel. Er tut uns gut“. Sagte er in Richtung von Neuzugang Niklas Klein, der nicht nur dank seiner drei Treffer überzeugte, sondern im rechten Rückraum immer wieder gute Entscheidungen traf und einen guten Blick für seine Mitspieler hatte. Einer der Gründe für den erwarteten Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften, mit dem am Ende in der Analyse aber beide leben konnten.

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