Ludwigshafen Vielfältiges Angebot, buntes Publikum
Vier Fachbereiche, 40 Studiengänge, 4500 Studierende: Die Hochschule Ludwigshafen hatte am Samstag zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Etwa 500 zukünftige Studierende haben die Gelegenheit genutzt, sich nicht nur über die Studienangebote, sondern auch über Auslandsaufenthalte, Bafög oder die Karriereplanung zu informieren.
„Ist die Sprache nicht sehr schwer zu lernen?“ Diese Frage wurde am Stand des Ostasieninstituts wohl am häufigsten gestellt. Dies konnten die Studierenden Paul Gebel für Chinesisch und Svenja Neu für Japanisch verneinen. „Nein, nicht schwerer als andere Sprachen. Man muss nur dranbleiben“, machten sie den zukünftigen Studierenden Mut. Und Vorkenntnisse muss man auch nicht mitbringen, um in dem markanten Gebäude des Ostasieninstituts am Rheinufer studieren zu können, denn die Sprachkurse fangen bei Null an. „Viele fragen auch, wo man später arbeiten kann“, berichtet Paul Gebel. Da der Studiengang international ausgerichtet sei, muss dies nicht nur unbedingt in Asien sein. Eine Etage tiefer erkundigen sich zwei Schülerinnen nach dem Studiengang Pflegepädagogik. „Wir haben sehr gute Betreuung. Man wird immer begleitet“, warb die studentische Hilfskraft Anastasia Schweibert für ihren Studiengang, räumte allerdings auch ein: „Es ist schon anstrengend, und man muss viel Zeit investieren.“ Die angehenden Studierenden, die beim Infotag auffallend oft von ihren Eltern begleitet wurden, haben an der Ludwigshafener Hochschule die Wahl zwischen Bachelor-, Master- und dualen und internationalen Studiengängen sowie Fernstudiengängen. Genauso bunt, wie das Angebot der Hochschule in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Sozial- und Gesundheitswesen ist, waren auch die Besucher. „Es kommen viele Schüler zu uns, um sich zu informieren, aber auch Berufstätige“, berichtete Hochschulsprecherin Elena Wassmann. Manche fangen sogar erst mit 40 oder 50 Jahren ein Studium an. Denn seit 2010 ist es möglich, auch ohne Fachhochschul- oder Hochschulreife an der Hochschule zu studieren. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung mit der Note 2,5 oder besser sowie eine zweijährige Berufserfahrung. „Ihr Studienfach muss nichts mit der Ausbildung zu tun haben“, machte Stefanie Bachmann vom Career Center der Hochschule auf eine weitere Besonderheit aufmerksam. Damit die zukünftigen Studierenden am Tag der offenen Tür schon einmal richtig ins Studentenleben hineinschnuppern konnten, gab es Campusführungen und Schnuppervorlesungen. „Stimmt es, dass Controller viereckige Augen haben?“ und „Managementkompetenz für China“ waren nur zwei von zehn Vorträgen. Und auch die Mensa hatte am Samstag geöffnet. (rad)