Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Verbandspokal: Warum die Arminia im Pokal in Mechtersheim ausscheidet

Ludwigshafens Lukas Hartlieb verfolgt Mechtersheims Edonart Leposhtaku.
Ludwigshafens Lukas Hartlieb verfolgt Mechtersheims Edonart Leposhtaku.

Der FC Arminia scheidet unglücklich im Verbandspokal beim Verbandsligisten TuS Mechtersheim aus. Das Wetter, der Platz und andere Gründe sind entscheidend.

Der FC Arminia Ludwigshafen erwischte im Pokalderby beim Verbandsliga-Tabellenführer TuS Mechtersheim einen ganz schlechten Start. Auf dem feuchten und seifigen Rasen bei Dauerregen waren die Gastgeber von Beginn an giftiger und vor allem griffiger. Das Spiel vor 430 Zuschauer entwickelte sich ganz im Sinne der Gastgeber. Nach sieben Minuten erreichte ein langer Ball von Berkan Celebi den einlaufenden Can Güney, der aber zu spät abschloss und geblockt wurde. Besser machte es ein Ex-Armine: Nico Pantano dreht sich wunderbar und zirkelte den Ball über den zu weit vor seinem Tor postierten Kevin Urban aus 25 Metern zum 1:0 ins Tor (14.). Der Torhüter hatte sich zuvor verletzt, für ihn kam Peter Klug, der selbst viele Jahre an der Kirschenallee gespielt hatte. Aber auch er sah sich weiter der Mechtersheimer Offensive ausgesetzt. Die Gastgeber vergaben rund ein halbes Dutzend guter Chancen. Die Gästeabwehr klärte nach etwas über eine Stunde eine Ecke von Celebi zu kurz, im zweiten Anlauf fand er in der Mitte Edonart Leposhtaku, der zum 2:0 (32.) einköpfte. „Wir waren die ersten 25 Minuten überhaupt nicht auf dem Feld. Wir lagen völlig zurecht 0:2 hinten“, stellte Arminia-Trainer Matteo Monetta später fest.

Chancenwucher auf beiden Seiten

Mechtersheim verpasste es danach, aus seiner Überlegenheit mehr herauszuschlagen. „Wir müssen zur Pause mindestens mit 4:1 führen“, erklärte TuS-Sportdirektor Heiko Magin nach dem Abpfiff. Kurz vor der Pause foulte Malte Bozic Ludwigshafens Yassin Memokoh im Strafraum. Kapitän Ricardo Antonaci verwandelte den anschließenden Elfmeter sicher zum 2:1-Anschlusstreffer. Zu diesem Zeitpunkt war der Treffer ein wenig schmeichelhaft für die Gäste, die offensiv wenig in Erscheinung getreten waren. „Wir sind da etwas glücklich zurückgekommen“, stellte Monetta fest. Das Tor hielt die umkämpfte Pokalpartie offen.

In der zweiten Hälfte machte sich der nasse Rasen mehr und mehr bemerkbar. Auf dem schweren Geläuf gelangen beiden Mannschaften kaum noch ansehnliche Spielzüge. Die Pokalpartie blieb aber umkämpft, jedes Foul sorgte auf beiden Seiten sofort für laute Proteste. Langsam brachte sich der FC Arminia immer besser in Position. „Wir hatten zur Pause umgestellt, haben dann langsam ins Spiel gefunden.“ Mechtersheim wurde in die Defensive gedrängt. Eine Flanke von der linken Seite von Steffen Straub köpfte FC-Stürmer Maximilian Krämer zum 2:2-Ausgleich ein, der inzwischen verdient war. Memokoh vergab dann freistehend von links vor dem Tor (76.). „Da müssen wir das 2:3 machen“, lautete Monettas bittere Bilanz. Mechtersheims Stürmer Aleksander Biedermann setzte auf der anderen Seite nach einer Flanke von Pantano den Ball aus drei Metern über das Tor (78.).

Ein Elfmeter und ein Platzfehler

Ein umstrittener Elfmeter sorgte für die Vorentscheidung: Mechtersheims Edonart Leposhtaku fiel am Strafraumrand, Schiedsrichter Jannick Ziehmer zeigte auf den Elfmeterpunkt, die Arminia-Bank war entsetzt. „Das war niemals ein Strafstoß“, erklärte Monetta später. Andrew Wooten verwandelte humorlos zum 3:2 (90.).

Ein Platzfehler entschied die Begegnung: Eine Rückgabe wollte Arminias Schlussmann Peter Klug klären, sein Pass blieb in einer Pfütze stecken, Talha Baylan hatte wenig Probleme zum 4:2 einzuschieben (90.+2). Nach der Partie kochten die Gefühle noch einmal hoch. „Wir müssen früher das Spiel entscheiden“, stellte Monetta bitter fest.

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