Fußball Verbandspokal: Wartet auf die Arminia in Rieschweiler ein Weltmeister?
Oberligist FC Arminia Ludwigshafen tritt am Mittwoch, 19.30 Uhr, in der vierten Verbandspokalrunde bei der SG Rieschweiler aus der Landesliga West an. „In der jetzigen Phase hätte ich als neuer Coach lieber eine komplette Trainingswoche gehabt, um die Mannschaft noch besser kennenzulernen“, räumt Übungsleiter Matteo Monetta ein. Im nächsten Satz gibt er aber unmissverständlich zu erkennen, dass die Arminia auf jeden Fall eine Runde weiterkommen will. „Nur das Weiterkommen zählt. Mit jeder Runde wird der Pokal interessanter. Deswegen werden wird auch früh anreisen“, verdeutlicht der Trainer vor dem Trip ins zwischen Pirmasens und Zweibrücken gelegene Dörfchen Rieschweiler.
„Es wird ganz sicher keine B-Elf auflaufen“, betont Monetta. Jeder Spieler, der zum Einsatz kommt, müsse sich diesen Platz im Training und mit Spielleistungen erarbeiten. Wieder zum Kader zählen die Defensivkräfte Hasan Yalcinkaya und Fabian Marx, die schon gegen Gonsenheim auf der Bank saßen. Dagegen dürfte neben dem Langzeitverletzten Bastian Hommrich auch Wal Fall (Fersenentzündung) und Kevin Selzer (erkrankt) fehlen. Wenn überhaupt wird für die beiden allenfalls ein Bankplatz in Frage kommen. Außenverteidiger Malte Moos soll nach seiner Bänderverletzung wieder ins Training einsteigen.
Scout sammelt Infos
Und so wird sich die Arminia auf die positiven Aspekte aus dem Gonsenheim-Spiel fokussieren. Die Abwehr, allen voran das Innenverteidigergespann mit Lukas Hartlieb und Jhon Mosquera, ließ nur wenige Chancen der Gäste zu. Erst in der Endphase, als die Arminen ihre Defensive lockerten, ergaben sich mehr Räume für die Rheinhessen. Ansonsten sollten zwei der drei Flügelstürmer Yassin Memokoh, Sebastian Beikert oder Steffen Straub in der Lage sein, die nicht immer sattelfeste Abwehr von Rieschweiler aufzureißen. Eine Bank ist Sechser Philip Krischa, der mit hoher Spielintelligenz, starker Technik und gutem Passspiel immer wichtiger für den FCA wird.
Die Rieschweilerer sind ein ehemaliger Verbandsligist, der aktuell in der Landesliga West den siebten Platz belegt und am Wochenende sein Heimspiel gegen den VfR Baumholder 2:4 verlor. „Ich bin froh, dass sich unser Scout Werner Adler den Gegner angeschaut hat. Von ihm habe ich wichtige Informationen erhalten“, ist Monetta dankbar. Adler, in den 1970er-Jahren bei Borussia Mönchengladbach, dem Karlsruher SC und dem SV Waldhof unter Vertrag, warnt vor allem vor der Offensive Rieschweilers: „Die Stürmer bringen viel Tempo mit und sind brandgefährlich.“ Im Team der SGR, das schon 17 Saisontore erzielt hat, steht auch ein prominenter Akteur: Weltmeister Erik Durm, der unter anderem für Dortmund, Frankfurt und den FCK spielte.