Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Variabilität als Trumpf

Sebastian Trost (rechts) hat seinen Bachelor an der Uni Karlsruhe absolviert.
Sebastian Trost (rechts) hat seinen Bachelor an der Uni Karlsruhe absolviert.

DIE NEUEN BEI DEN EULEN: Im linken Rückraum soll Sebastian Trost künftig Akzente bei den Eulen Ludwigshafen setzen. Auf diese Herausforderung freut sich der Rechtshänder, der jetzt viele Tore in der Zweiten Bundesliga werfen will.

Es ist kein Zufall, dass der 24-jährige Trost im Team von Trainer Michel Abt gelandet ist. Beide kennen und schätzen sich aus ihrer dreijährigen Zusammenarbeit bei der zweiten Garnitur der Rhein-Neckar Löwen. Natürlich hatten sich die Qualitäten des 2,01 Meter großen gelernten Mittelmannes, der im Rückraum variabel einsetzbar ist, bis über den Rhein herumgesprochen.

Der in Speyer geborene und in Nussloch aufgewachsene Neuzugang passt aus Sicht von Geschäftsführerin Lisa Heßler perfekt ins Profil der Eulen Mannschaft: jung, ehrgeizig, mit Entwicklungspotenzial, groß und abwehrstark, vielseitig und absolut erfolgsorientiert. Mit diesen Vorzügen wurde dem Wirtschaftsingenieur-Student, der seinen Bachelor an der Universität in Karlsruhe absolviert hat und gerade ein Praktikum bei der SAP absolviert, ein Zweijahresvertrag angeboten. Nach kurzer Rücksprache mit seinem alten und jetzt neuen Trainer Michel Abt hat sich „Sebi“, so ist sein Spitzname, recht schnell für das höherklassige Engagement entschieden. „Michel hätte gerne, dass ich komme und es würde auch gut für mich passen. Das habe ich auch so gesehen und freue mich jetzt auf den nächsten Schritt in meiner Karriere. Ich will hier erfolgreich sein“, nennt Trost Gründe für seinen Wechsel.

Michel Abt kennt „Sebi“ natürlich aus dem Effeff und weiß um seine Stärken, die er jetzt für seinen neuen Verein einsetzen soll. „Wir haben mit ihm einen dynamischen Spieler, der auch in der Abwehr in der zentralen Position sehr akribisch und intelligent arbeitet. Im Angriff sehe ich Julius und Sebastian als gutes Gespann auf Halblinks, die sich mit unterschiedlichen Stärken ergänzen.“

Kein Torjäger wie der abgewanderte Wagner

Als „Shooter“ aus dem Rückraum, wie der nach Wetzlar abgewanderte Hendrik Wagner die Position verkörperte, sieht sich Sebastian Trost eher nicht. Er kennt den aus dem Nachbarort Wiesloch kommenden Jungnationalspieler und hat seinen Aufstieg verfolgt. „Hendrik ist ein super Typ und klasse Spieler, der viel an sich für den Erfolg gearbeitet hat. An seine Fackeln bei den Würfen komme ich nicht heran. Da bin ich ehrlich. Ich bin kein Torjäger wie er, eher der Typ Spieler mit Übersicht. Ich versuche, für die Eulen meine Qualitäten bestmöglich einzubringen“, sagt Trost.

Zusammen mit seiner Freundin Kimberly, die auch Handball in Nussloch gespielt hat, wohnt er jetzt in Friesenheim. Das Pfälzer Dubbeglas, das den Neuen bei Mannschaftspräsentation überreicht wurde, ist „Sebi“ nicht unbekannt. „Klar kenne ich die Weinfeste in der Pfalz. Ich bin ja in Speyer geboren. Bei meiner Oma gab es da früher Apfelsaft, jetzt auch schon mal eine richtige Schorle.“

Auch Training mit Löwen-Bundesligateam

In der Vorbereitung will sich die zukünftige Nummer 34 voll ins Zeug hängen. So wie bei jeder Saisonvorbereitung, die er in den letzten Jahren absolviert hat. „Team und Abläufe kennenlernen. Das hat jetzt Priorität. Ich hoffe, dass wir gut in die Saison starten. Dann kann man sich auch entsprechende hohe sportliche Ziele setzen. Das ergibt sich von selbst.“

Bei den Rhein-Neckar Löwen durfte Trost als junger Spieler unter Trainer Nicolaj Jacobsen ab und zu bei der Bundesligamannschaft mittrainieren. Und dabei auch sportliche Vorbilder wie beispielsweise Andy Schmid kennenlernen. Den Sprung in die Erste hat er mit Anfang 20 nicht geschafft. Mit jetzt 24 Jahren hat der Wunschspieler von Michel Abt jetzt die große Chance, die sportliche Zukunft der Eulen erfolgreich mitzugestalten.

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