Ludwigshafen Unmut bei TSG-Herren

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Ludwigshafen. Mit einem klaren 45:25-Erfolg ist die Damen-Mannschaft der TSG Friesenheim in die vierte Runde des Deutschlandpokals eingezogen. Renate Alles, Karen Neuhaus, Lili Plaga und Celina Josing ließen dem Gegner aus Rohrbach/Saar keine Chance. Das Herren-Team hingegen ist nach einer 35:45-Niederlage gegen den SV Böblingen ausgeschieden. Eine besonders strittige Regel des Deutschen Fechter-Bundes sorgte im Nachgang für viel Unmut.

Lediglich das erste der insgesamt neun Gefechte konnten die Damen aus Rohrbach offen gestalten. 4:5 hieß es aus Sicht der Saarländerinnen, die danach gegen die Friesenheimerinnen einbrachen. Renate Alles erhöhte mit einem 5:0-Sieg auf 10:4, Karen Neuhaus und Lili Plaga bauten die Führung bis zum 25:15 weiter aus. Den komfortablen Vorsprung gaben die TSG-Damen nicht mehr aus der Hand, ließen wenig zu und setzten sich schließlich mit 20 Treffern Vorsprung durch. Damit steht das Team unter den besten 16 – noch ein Sieg fehlt zum Einzug in die Finalrunde. Katerstimmung herrschte dagegen bei den Herren, die sich Böblingen geschlagen geben mussten. Der SV war mit einem Rollstuhlfechter angetreten – was das Regelwerk des Deutschen Fechter-Bundes zulässt. Damit nicht genug: Maurice Schmidt ist amtierender Weltmeister im Rollstuhlfechten. So wunderte es nicht, dass er den TSG’lern Gernoth Ritthaler, Marc Newman und Daniel Plaga nicht den Hauch einer Chance ließ. Er allein setzte 17 Treffer – bei nur vier erhaltenen. Zwar stemmten sich die Friesenheimer in den anderen sechs Gefechten gegen die Niederlage, doch die Differenz aus den drei Rollstuhlgefechten ließ sich nicht ausgleichen. Bei der Landauer Degenrunde, zugleich Ranglistenturnier des Südwestdeutschen Fechter-Verbandes, hat die Friesenheimerin Lili Plaga Platz zwei erreicht. Der Wettkampf wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“ ausgetragen. Voriges Jahr wurde Plaga Vierte. Von zwölf Gefechten verlor sie dieses Jahr eins. Die gleiche Bilanz wies auch die Darmstädterin Kersten Stegmann vor, so dass ein Stichkampf entscheiden musste. Stegmann setzte sich mit 5:4 durch und sicherte sich den Turniersieg. Lili Plaga baute als Beste des Verbandes ihre Führung auf der Rangliste aus. Ein gutes Ergebnis erzielte Mannschaftskameradin Sonja Tippel. Selina Josing erreichte den elften Platz. Bei den Herren vertrat nur Daniel Plaga die TSG. Er wurde nach 16 Gefechten Sechster. Damit machte Plaga einen wichtigen Schritt in Richtung Qualifikation zur deutschen Meisterschaft am 7. Mai in Leipzig. (dpla)

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