Reitsport Turnier: 900 Pferde starten beim FRV Fußgönheim

In der Dressur und im Springen am Start: Sarah Kohlmaier vom FRV Fußgönheim.
In der Dressur und im Springen am Start: Sarah Kohlmaier vom FRV Fußgönheim.

Zufriedene Reiter, begeisterte Zuschauer, entspannte Pferde und spannende Prüfungen. Das traditionelle Reitturnier beim Fahr- und Reitverein (FRV) Fußgönheim erfüllt alle Erwartungen. Und sogar noch mehr: Platz und Helfer trotzen dem Wetter.

Telefon, E-Mail, Instagram, WhatsApp – praktisch alle Leitungen nach Fußgönheim glühten am Wochenende: „Alle wollten wissen, ob unser Turnier stattfindet“, erklärte Vereinssprecherin Katrin Orth. Immerhin kamen die rund 500 Reiter an den vier Turniertagen aus einem Bereich „zwischen Nordhorn und Bayern“, also fast aus der gesamten Republik in die Vorderpfalz. Aber der FRV konnte allen grünes Licht geben. „Unser Platz hält einiges aus“, versicherte der Vereinsvorsitzende Heinz Orth guten Gewissens. Bis auf eine kleine Seenlandschaft auf dem Abreitplatz präsentierte sich die Anlage in einem hervorragenden Zustand, bot den Amateurreitern nahezu optimale Bedingungen.

„Es gibt ein höher dotiertes Turnier in Viernheim“, so der FRV-Vorsitzende, „aber wir nehmen uns gegenseitig nichts weg. Zu uns kommen die Reiterinnen und Reiter wegen der guten Bedingungen und der guten Atmosphäre“, verdeutlichte Katrin Orth. Und 500 Teilnehmer, rund 900 Pferde und 1400 Nennungen in den unterschiedlichste Prüfungen von Donnerstag bis Freitag waren tatsächlich eine eindeutige Aussage. Besonders freute sich Katrin Orth über mehr als 20 Kinder bei den Führprüfungen und 36 Teilnehmer bei den E-Springen, der Einsteigerkategorie: „Dieser Nachwuchs sind schließlich die Reiterinnen und Reiter von morgen.“

Spannung und Sport

Aber es ging selbstverständlich in diesem Jahr wieder deutlich höher hinaus. Zwar fehlten, auch mangels Sponsoren, die ganz großen Springen, aber Spannung und tollen Sport boten die Hauptturniere allemal. Und die Gastgeber hatten dabei nicht nur als Veranstalter durchaus Grund zur Freude. So siegte Sarah Kohlmaier auf Scubidu Z in der Amateurdressurprüfung der Klasse M, sammelte ansonsten auf unterschiedlichen Pferden noch gute Platzierungen in den Springwettbewerben. Ansonsten waren es vor allem die Springreiter aus Fußgönheim, die ihre erfolgreichen Platzierungen feierten. Melissa Ulrich auf Candy Crush und Jessica Borde (Cornets Cupcake) in der Amateurspringprüfung Klasse A* mit den Plätzen vier und acht, die dritten Plätze von Sven Dehner, der mit Colada in der Klasse A** erfolgreich war und auf Hermine in der Klasse L bestand. Leni Renner (Di Rosa) siegte in der Stilprüfung der Klasse A** und Di Rosa. Naya Todesco (Kimberly) gewann das Stilspringen der Klasse M*.

Das Hauptspringen um den Preis der Firma XXL Kalker gewann allerdings nach mehreren spannenden Stechrunden Fabiano Meyer Giulini mit Ortiz de Kalverie aus Zweibrücken. Hier landete Sarah Kohlmaier auf Bella Balou auf einem achtbaren siebten Platz. In der Hauptdressur um den Preis der Familie Löcher siegte Denise Beutelmann aus Billigheim mit Der Saphir. Sarah Kohlmaier und Sucbidu Z blieb immerhin Rang drei.

Noch wichtiger als die Platzierungen der eigenen Reiter war für Katrin Orth jedoch das Gesamtbild. „Die Atmosphäre auf der Anlage war wieder einmalig“, schwärmte sie und dankte zahlreichen der rund 150 Mitglieder, die mit ihrem Einsatz dazu beigetragen hatten. Und sie erwähnte einen weiteren wichtigen Fakt: „Wir hatten über die gesamten vier Turniertage keine nennenswerten Verletzungen.“ Trotz der Wetterverhältnisse an diesem Wochenende. Auch das ein eindeutiger Hinweis auf die Platzqualität.

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