Handball
Trainer Schneider mit bisheriger Runde der VTV Mundenheim zufrieden
Vor genau zwölf Monaten lagen die VTV Mundenheim mit einer blütenweißen Weste an der Tabellenspitze. Aktuell liegen die Mundenheimer Handballer mit sechs Siegen, einem Unentschieden aber acht Niederlagen auf dem neunten Tabellenplatz. Zufrieden ist VTV-Trainer Steffen Schneider mit beidem. Nach der Meisterschaft in der Oberliga haben sich die Mundenheimer in Liga drei akklimatisiert.
„Für uns war 2022 ein Jahr voller Höhepunkte“, erklärte der 33-Jährige. Sicher habe es in der Oberliga viel Spaß gemacht, an jedem Wochenende in der Favoritenrolle zu sein und dementsprechend auch mehr Siege einzufahren. Sportlich sei aber auch die Dritte Liga mit wesentlich mehr Niederlagen ein echtes Highlight. „Wir hatten eine Menge Spiele vor voller Halle und haben auch unsere Spiele gewonnen. Wir haben insgesamt gezeigt, dass wir in die Liga gehören“, so seine Zwischenbilanz nach den ersten 15 Begegnungen, von denen zwei schon zur Rückrunde gehörten. „Natürlich hatten wir im ersten Halbjahr mehr Spiele gewonnen, aber ich glaube, dass für uns auch das zweite Halbjahr nahezu ausschließlich aus Höhepunkten bestanden hat.“
Wenigste Treffer in der Liga
Und dies, obwohl die Mundenheimer mit nur 380 Treffern so wenige Tore erzielt haben, wie sonst keine andere Mannschaft der Südweststaffel der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Wirklich aus der Halle geschossen haben die Mundenheimer bislang demnach noch keinen Gegner, brachten bei keinem Sieg mehr als vier Treffer zwischen sich und den Gegner. Die Spiele in Pohlheim und Waldbüttelbrunn gewannen sie gar jeweils mit nur einem Treffer.
Das ist allerdings ein Beleg für einen anderen funktionierenden Mannschaftsteil. Mit der Abwehr können Schneider und seine VTV bislang überaus zufrieden sein. Nur vier Mal kassierte der Aufsteiger bislang mehr als 30 Gegentreffer. Und dies gegen die Spitzenmannschaften Ferndorf (31 und 33), Gelnhausen und Hanau (jeweils 31). Schneider muss deshalb ein bisschen überlegen, wenn er nach den Tiefpunkten des Jahres gefragt wird. „Da fällt mir eigentlich nur unser Heimspiel gegen Haßloch ein, das wir vor einer vollen Halle und mit großen Erwartungen unnötig verloren haben.“
Nur noch vier Heimspiele
Dass es für den Aufsteiger beim Neustart in einer Woche so weiterläuft, ist allerdings nicht selbstverständlich. In Simon Schleidweiler fehlt der beste VTV-Torschütze (67 Treffer) aus persönlichen Gründen noch bis in den Februar, bei Spielmacher Timo Naas ist nach der Vorrunde eine alte Verletzung neu aufgebrochen und bei Torhüter Niko Klein nimmt die Heilung nach einem geplanten operativen Eingriff nicht den erhofften, unkomplizierten Verlauf. Außerdem müssen Steffen Schneider und sein Trainerteam neu rechnen: „Vor der Saison hätte ich gedacht, dass 20 Punkte für den Klassenverbleib genügen. Mittlerweile gehe ich eher von 24 Zählern aus.“ Dann würden die Mundenheimer noch elf Zähler aus den verbleibenden elf Spielen benötigen – und nur vier davon dürfen die VTV vor eigenem Publikum austragen. „Ich denke, es wird noch ein ganz harter Kampf um den Klassenverbleib“, sagt Schneider. „Wir müssen dringend auch auswärts punkten.“
Und trotzdem kann das Unterfangen mit Platz zehn und damit einem Rang über dem Strich für den direkten Klassenverbleib gelingen. „Ich wünsche mir für das neue Jahr, dass wir vor allem dem Druck standhalten und weiter mit der Leichtigkeit in die Spiele gehen, die uns schon in der Vorrunde ausgezeichnet hat“, so Steffen Schneider. Er selbst ist vom Klassenverbleib überzeugt. „Wir haben gezeigt, dass wir in die Dritte Liga gehören, und wir sollten uns für unsere Leistung im Jahr 2022 belohnen.“ Aus seiner Sicht dürfen auch 2023 noch weitere Höhepunkte folgen.
Weiter geht es für die Mundenheimer am 14. Januar mit dem Auswärtsspiel bei der HG Saarlouis, einem direkten Konkurrenten im Kampf um den sicheren Verbleib in der Liga.