Ludwigshafen / Frankenthal Tütchen mit Drogen auf Autobahn geworfen
Plastiktütchen mit Drogen hat ein 18-Jähriger am Sonntag offenbar in Panik aus einem fahrenden Wagen auf der A61 verteilt. Wie die Autobahnpolizei Ruchheim weiter mitteilte, war es Beamten aber gelungen, sowohl die Päckchen aufzulesen als auch das Fahrzeug anzuhalten.
Dessen Fahrer war gegen 10.30 Uhr zunächst einer Streife der Polizeiinspektion Frankenthal aufgefallen, als er auf der A650 in Richtung Bad Dürkheim unterwegs war. Einer Kontrolle wollte sich der 30-jährige Fahrer durch einen Wechsel auf die A61 in Richtung Koblenz entziehen. Der Streifenwagen konnte sich letztlich jedoch durch ein geschicktes Fahrmanöver vor ihn setzen.
Eine Streifenwagenbesatzung der Polizeiautobahnstation Ruchheim, die parallel dazu auf dem Autobahnabschnitt unterwegs war, wurde auf die Aktion aufmerksam und verfolgte den Ablauf. Dabei beobachteten die Ruchheimer Beamten, dass aus einem geöffneten Seitenfenster des Autos Plastiktütchen geworfen wurden. Sie konnten diese von der Fahrbahn aufsammeln, bevor sie etwa hundert Meter weiter auf das mittlerweile angehaltene Fahrzeug stießen.
Die Kontrolle mündet in mehrere Strafanzeigen. Der 30-jährige Fahrer muss sich aufgrund einer Trunkenheitsfahrt unter dem Einfluss von Amphetamin, Kokain und Marihuana verantworten, dem 18-jährigen Beifahrer konnten die aufgesammelten Tütchen zugeordnet werden. Ihr Inhalt: Kokain und Amphetamin. Bei einem dritten Insassen, einem 22-Jährigen, stießen die Beamten auf rund zwei Gramm Marihuana.
Der Führerschein des Fahrers wurde sichergestellt. Ihn erwartet eine Haftstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.