Hallenfußball RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtmeisterschaft: Turnier in der Eberthalle ist ein Stück Sportkultur

Arminias Nico Pantano (links) und Geri Hasa vom SV Südwest.
Arminias Nico Pantano (links) und Geri Hasa vom SV Südwest.

Seit 2012 steht unverrückbar fest: Die 16 besten Ludwigshafener Teams treten bei der Stadtmeisterschaft in der Eberthalle gegeneinander an. Jetzt ist ein Rekord möglich.

Die Stadtmeisterschaft im Hallenfußball, die am Sonntag, 18. Januar, um 9 Uhr angepfiffen wird, ist ein Dauerbrenner. Zum 43. Mal treffen die klassenhöchsten Ludwigshafener Fußballklubs aufeinander. Immer in der Eberthalle. „Das ist unsere gute Stube des Sports“, sagt Markus Schneider, der Bereichsleiter Sport und Bäder der Stadt. Nachdem in den Anfangsjahren Teilnehmerzahl und Modus variierten, es viermal sogar ein Qualifikationsturnier vorab gab, steht seit 2012 unverrückbar fest: Die 16 höchstklassigsten Vereine treten in vier Vierergruppen gegeneinander an.

Mit dieser traditionsreichen Veranstaltung, die ein wahrer Publikumsmagnet ist, startet die Stadt Ludwigshafen ins Sportjahr 2026. Ausrichter ist die bewährte Veranstaltergemeinschaft des Bereichs Sport und Bäder der Stadt, des Ludwigshafener Sportverbands (LSV) und der Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft (Lukom). Hauptsponsor ist wie seit vielen Jahren die BASF SE. „Ich werde am 18. Januar zum 15. Mal dabei sein. Das Turnier begeistert mich immer wieder aufs Neue, auch wenn es nicht meine Kernsportart ist“, betont Ulrich Spettmann von der BASF. Der 50-Jährige ist eine Handball-Legende der TSG Friesenheim, die heutigen Eulen Ludwigshafen.

Ein Rekord steht an

In diesem Jahr könnte es einen alleinigen Rekordsieger geben. Der SV Südwest, der als einziges Team in allen bisherigen 42 Auflagen dabei war, und der FC Arminia, der einmal fehlte, als er 2001 in der Qualifikation scheiterte, haben je elfmal das Turnier gewonnen. Bei der Frage nach seinem Siegertipp, ließ sich Markus Schneider nicht in die Karten schauen: „Die Arminia ist wohl Favorit.“ Sicher ist, dass es einen neuen Wanderpokal gibt, den die Lukom gesponsert hat. Der alte ging in den Besitz des FCA über, der zuletzt dreimal in Serie gewonnen hat. Die Arminia könnte den Rekord des FSV Oggersheim egalisieren, dem von 2006 bis 2009 vier Siege hintereinander gelangen.

Das Eröffnungsspiel bestreiten der SV Südwest und der benachbarte ESV Ludwigshafen aus der Gruppe A. Nach 24 Vorrundenpartien starten um 15 Uhr die Viertelfinalspiele, das erste Halbfinale wird um 16 Uhr angepfiffen, das Finale steigt um 17.15 Uhr. Manuela Weiland vom Bereich Sport und Bäder, bei der wieder die Fäden zusammenlaufen, freut sich besonders auf den Auftritt der 38. und jüngsten Mannschaft in der langen Turniergeschichte. „Schön, dass Deux-Zeros wieder dabei ist“, sagt die Organisatorin. Das einzige Team aus der C-Klasse wurde im vorigen Jahr vom Publikum lautstark angefeuert und hat sich jetzt erneut qualifiziert.

Leidenschaft und Fair-Play

„Die Stadtmeisterschaft steht für Fair-Play, Leidenschaft, und den Zusammenhalt der Ludwigshafener Vereine. Ein hochklassiges Turnier, das den Stellenwert des Fußballs in der Stadt zeigt“, verdeutlicht Schneider. Und Spettmann, bei der BASF im Bereich Gesellschaftliches Engagement tätig, erläutert den Grund für das Engagement des Hauptsponsors: „Wir unterstützen die Stadtmeisterschaft, weil sie die Zusammengehörigkeit der Sportbegeisterten stärkt. Das Turnier ist ein beeindruckendes Zeichen für Tradition und Beständigkeit. Die Bedeutung der Veranstaltung ist sehr hoch.“

Lukom-Geschäftsführer Christoph Keimes verweist auf die besondere Atmosphäre in der Halle: „Die Stadtmeisterschaft lebt von der Nähe, der Intensität und der Begeisterung auf den Rängen. Die Eberthalle bietet dafür den perfekten Rahmen und sorgt für eine mitreißende Stimmung.“ Winfried Ringwald, der Vorsitzende des LSV, unterstreicht den Stellenwert der Veranstaltung. „Seit mehr als vier Jahrzehnten ist die Stadtmeisterschaft in der Halle ein Höhepunkt im Kalender der Stadt, auch weil sie Vereinsverantwortliche, Spieler und Zuschauer zusammenbringt. Das Turnier steht für eine lebendige Sportkultur“, erläutert Ringwald.

Einen wesentlichen Beitrag zum Ablauf dieses sportlichen Großereignisses, zu dem wieder 2000 Zuschauer erwartet werden, leisten die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer aus den Vereinen in vielen Arbeitsstunden. Ohne sie wäre eine solche Veranstaltung nicht durchführbar. Ein Lob verdient auch die Praxis für Physikalische Therapie von Christian Simon, der mit seiner Mannschaft schon seit vielen Jahren vor Ort ist. Das Team kümmert sich ehrenamtlich um die kleineren und größeren Blessuren, die bei einem Wettbewerb über Stunden nicht auszuschließen sind.

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