Ludwigshafen Stürmischer Protest

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Die Bürgerinitiative (BI) „Lebenswertes Ruchheim“ kämpft gegen die Erschließung des geplanten Gewerbegebiets „Nördlich A 650“. Ein Bürgerentscheid soll her, dazu braucht es Unterschriften. Die Aktivisten waren gestern auf Autogrammjagd.

Der Wind fegt gestern Morgen durch Ruchheim. Doch die Aktivisten lassen sich von ihrem Protest durch das stürmische Wetter nicht abhalten. Sie haben ihren Stand vorm Gemeinschaftshaus aufgebaut, um Unterschriften gegen das Gewerbegebiet „Nördlich A 650“ zu sammeln. Am Ende soll es für einen Bürgerentscheid reichen. Die BI fürchtet, dass es durch das Gewerbegebiet, dass auf Frankenthaler und Ruchheimer Gemarkung im Flächennutzungsplan vorgesehen ist, zu einer noch höheren Verkehrsbelastung kommt, wie Sprecherin Jutta Kreiselmaier-Schricker erklärt. Sie sitzt für die Grünen im Ortsbeirat. „Die Freiflächen um den Ort sind das Wertvollste, was Ruchheim hat“, aber durch das Gewerbegebiet werde dieses Landschaftsbild zerstört. Zudem seien auch Anwohner davon betroffen, weil das Areal direkt am Ortsrand geplant sei, sagt die Kommunalpolitikerin. Währenddessen versuchen ihre Mitstreiter Bürger, die beim Neujahrsempfang vorbeischauen wollen, anzusprechen. Manche unterschreiben gerne auf der Namensliste, andere huschen schnell vorbei. Zudem werden Flugblätter verteilt, auch ein Banner haben die Aktivisten zwischen zwei Fahnenmasten aufhängt. Aufschrift: „Kein Industrie- und Gewerbegebiet ,Nördlich A 650’ und ,Am Römig’.“ Dass Ortsvorsteherin Heike Scharfenberger und ihre SPD das Gewerbegebiet „Am Römig“ in Frankenthal, gegen das die BI ebenfalls protestiert, befürworteten, verstehe sie nicht. „Wir wollen die Bürger mitreden lassen“, sagt Kreiselmaier-Schricker. Der Kampf soll weitergehen. (ansc)

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