Ludwigshafen Spiele ohne Grenzen

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Oggersheim. Sieben Mannschaften aus sechs offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt sowie der freien Träger haben am Freitag beim Osterfußballturnier der Spielwohnung Oggersheim mitgemacht. Das Turnier wurde dieses Jahr zum 20. Mal veranstaltet.

Ayman führt einen Eckstoß aus, doch ein Gegner im schwarzen Trikot springt dazwischen, nimmt den Ball an sich und rennt nach vorn, Richtung anderes Tor. Er passt zu seinem Mitspieler, der visiert an, schießt – und verfehlt. Oben auf der Tribüne, wo die Zuschauer und die anderen Mannschaften sitzen, wird währenddessen die Taktik des nächsten Spiels besprochen. „Zeki schießt den Ball zu dir nach vorn, du passt dann zu Eren und er direkt wieder zu dir zurück“, erklärt der Trainer. „Bist du dir sicher?“, fragt einer der Spieler skeptisch. „Ja klar, die Taktik ist voll gut. Mit der würden wir sogar die Champions League gewinnen!“ Sieben Mannschaften aus sechs offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt sowie von freien Trägern nehmen am Osterfußballturnier in Oggersheim teil. Weil die Spielwohnung der Veranstalter ist, stellt sie sogar zwei Mannschaften. Einmal die Woche trainieren diese beiden Teams. Sie sind in drei Gruppen unterteilt: Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren, Jungen im Alter von zehn bis 16 Jahren und Mädchen. Weil die Jüngsten bei dem Turnier heute noch nicht mitspielen sollen, sind die Mannschaften gemischt. Einer der Spieler der Spielwohnung Oggersheim ist der 14-jährige Ayman. Schon seit Kindergartenzeiten spielt er Fußball und ist jetzt zum dritten mal beim Osterturnier dabei. Dieses Jahr ist es sein letztes Mal, da das Turnier nur für Kinder bis 14 Jahren gedacht ist. Ayman ist Spielführer seiner Mannschaft. Er darf also die Kapitänsbinde tragen. „Ich habe schon das Gefühl, dass die meisten mir mit dieser Binde eher zuhören“, sagt er. Die letzen Male sei er aufgeregt gewesen, aber diesmal nicht mehr. „Ziel unseres Turniers ist zum einen, dass die Kinder so viel wie möglich spielen“, erklärt Olaf Steffens, Einrichtungsleiter der Spielwohnung Oggersheim. Daher wird im Liga-Modus gespielt: Wie in der Bundesliga spielt jeder gegen jeden und am Ende entscheiden die Punkte in der Tabelle. „Durch unsere sieben Mannschaften kommen also 21 Spiele zusammen“, sagt Steffens. Geleitet werden die von Schiedsrichtern des Südwestdeutschen Fußballverbands. „Das zweite Ziel ist die Integration“, verrät der Leiter der Spielwohnung. „Wir haben quasi Migrationshintergrund in alle Richtungen.“ Hautfarbe, Religion oder Nationalität spielten bei dem Turnier keine Rolle. Der Mannschaftssport soll helfen, Vorbehalte zu überwinden. Vor allem Fairplay sei wichtig. Deshalb gibt es auch einen Preis für den fairsten Spieler, der von Cornelia Reifenberg, der Jugenddezernentin der Stadt Ludwigshafen, gestiftet wurde. Den Preis erhielt die Mannschaft des Spielhauses Hemshofpark. Turin Zeki, ein Spieler des Erich-Ollenhauer-Hauses in Mundenheim, wird als bester Torwart ausgezeichnet. Der Preis für den besten Feldspieler geht an Furkan Kurtoglu, einen Spieler der Spielwohnung Oggersheim. Die belegt mit ihrer B-Mannschaft und mit 16 Punkten am Ende auch den ersten Platz des Osterfußballturniers. Der zweite Platz geht ebenfalls an ein Team der Spielwohnung: Die A-Mannschaft erspielte 13 Punkte. Da die dritt- und viertplatzierte Mannschaft auf genau die gleiche Punktzahl kommen, muss die Frage nach der Platzierung durch den Torentscheid gelöst werden. Die Mannschaft des Willi-Graf-Hauses aus Friesenheim hat ein besseres Torverhältnis als die des Jugend- und Stadtzentrums aus der Pfingstweide. Deshalb belegen die Friesenheimer den dritten Platz und das Team der Pfingstweide kommt auf Platz vier. Beide Mannschaften haben jeweils zehn Punkte erspielt. |ham

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