Fußball
Serie von Arminia Ludwigshafen bleibt bestehen
Es lief die 71. Minute, da wurde es immer dunkler. Das Flutlicht wurde schon eingeschaltet und plötzlich öffnete der Himmel seine Schleusen. Der FC Arminia Ludwigshafen führte 1:0, hatte einen Eckball und zweimal die Chance, den Vorsprung zu erhöhen. Doch Rot-Weiß Koblenz blockte die Versuche ab und startete einen Konter über die rechte Seite, der gut vorgetragen war und von Tyler Wozny mit einem kernigen Schuss erfolgreich abgeschlossen wurde. „Auf der Außenbahn waren wir zu zweit gegen einen Koblenzer. Der darf da nie durchkommen“, ärgert sich FCA-Trainer Andreas Brill.
Ein unnötiges Gegentor
Innenverteidiger Lukas Hartlieb sah es ähnlich: „Ein unnötiges Gegentor. Wir sind in diesem Moment ungeordnet und hätten den Konter mit einem Foul unterbinden müssen.“ Er, sein Nebenmann Fabian Herchenhan und die beiden Sechser Sebastian Lindner und Laurenz Graf, sorgten dafür, dass der Innenblock eine enorme Festigkeit und Stabilität aufwies. Ein Garant für den Punktgewinn, mit dem wohl beide Mannschaften leben können. „Wir hatten zu Saisonbeginn viele Gegentore hinnehmen müssen, stehen inzwischen kompakter und haben nicht mehr so große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen“, beschreibt Hartlieb den „neuen“ FCA.
Auch dem Coach war diese Stärke so wichtig, dass sie Einfluss auf seine Auswechslung nahm. „Als sich Jamie Tahedl früh raus musste, habe ich kurz mit dem Gedanken gespielt, Lukas Kebernik zu bringen und die Abwehr umzustellen“, berichtet Brill. Er tat es nicht, wechselte stattdessen mit Robert Langer positionsgetreu. „Die Serie hält, auch weil wir als Team etwas tiefer stehen“, freut sich der Übungsleiter und verweist auf das fünfte Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage. In keiner dieser Partien bekamen die Arminen mehr als einen Gegentreffer. Die einstige Schießbude scheint geschlossen zu sein.
Koblenz hat die ersten Möglichkeiten
Zu Beginn hatte Koblenz die größeren Spielanteile und verbuchte die ersten Möglichkeiten. Nach einer guten Spielverlagerung von Niklas Doll tauchte Randy Gyamenah frei vor Kevin Urban auf, doch der Torwart lenkte den Ball zur Ecke (10.). Die war gefährlich, denn Alexis Weidenbachs Kopfballaufsetzer strich hauchdünn über die Latte (11.). Die erste Chance für die Gastgeber hatte Markus Schmitt, der die Hereingabe von Steffen Straub knapp verpasste (22.). Den Gastgebern unterliefen im ersten Abschnitt viele leichte Fehler, und sie spielten Konter nicht gut zu Ende.
Wichtig: Urban blieb im direkten Duell mit Doll Sieger (23.) und Gyamenah traf nach tollem Solo nur das Außennetz (31.). Mit der letzten Aktion in der ersten Halbzeit gelang dem FCA das zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte 1:0. Straubs Eckball köpfte Hartlieb wuchtig aufs Tor. „Ich habe den Ball schon drin gesehen“, verdeutlicht der Verteidiger. Der Koblenzer Keeper Romaric Grenz wehrte ab, aber Kapitän Nico Pantano war im Nachsetzen erfolgreich (45.+3).
Ein deutliches Chancenplus
Nach einer kurzen Drangphase der Gäste zu Beginn der zweiten Hälfte, fanden die Ludwigshafener immer besser ins Spiel. Viel lief über die agilen Pantano und Straub. Je länger die Partie dauerte, desto mehr verdiente sich die Arminia, die sich jetzt ein deutliches Chancenplus erarbeitete, den Punkt und war am Ende sogar dem Sieg näher als die nachlassenden Gäste. „Wir müssen einfach das zweite Tor machen. Gelingt uns dies, kommt Koblenz nicht mehr zurück. So haben wir letztlich zwei Zähler verschenkt“, resümiert Brill.