Handball
Seitz spielt plötzlich Dritte Liga
Ich wollte es einfach mal in der Oberliga ausprobieren“, erklärte der 19-jährige Fachinformatiker, der aus Seckenheim stammt, aber fast seine komplette Jugendzeit in Friedrichsfeld verbracht hat. Deshalb habe er sich umgeschaut. „Und weil es in der Nähe im badischen wenig Oberligisten gibt, habe ich eben auch über den Rhein geschaut.“
Über die Verbindungen des Vaters, seinen ehemaligen Mitspieler und auch ein wenig durch den RHEINPFALZ-Journalisten Jochen Willner war Seitz so im Winter in Kontakt zu den VTV Mundenheim gekommen. „Dort habe ich ein Probetraining absolviert und wir haben uns geeinigt.“ Und durch den Aufstieg der VTV hat Seitz sogar eine Klasse übersprungen, spielt statt der angepeilten Oberliga sogar in der Dritten Liga.
Er ist deshalb froh, dass er das Jahr zum Lernen nutzen kann. „Ich bin klar Linksaußen Nummer drei“, kennt er seine Situation. „Ich werde versuchen, meine Spielzeit optimal auszunutzen und alles andere wird ein Lernprozess.“ Immerhin ist er mit seinen 19 Jahren so etwas wie ein Wechsel auf die Zukunft, soll nach und nach aufrücken und bereitstehen, wenn Marco Binnes (33) stärker in der VTV-Abteilungsleitung als auf dem Platz gefordert sein wird.
Was er bereits kennenlernen durfte hat ihm gefallen. „Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist überragend.“ Und auch das Verhältnis der Mundenheimer zur lokalen Konkurrenz wurde ihm bereits nähergebracht. „Wir haben beim Vorbereitungsturnier in Viernheim gegen Friesenheim-Hochdorf gespielt. Da ging es schon ganz ordentlich zur Sache.“ Er freut sich jetzt auf die Saison in der Dritten Liga – auch wenn er ja eigentlich in die Oberliga wechseln wollte.