Ludwigshafen Seitenwechsel:

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Im Fußball gibt es 17 Regeln. In Regel drei ist die Zahl der Spieler festgelegt. Elf sind es, einer davon ist der Torwart. Das weiß jedes Kind und niemand macht sich Gedanken darüber. Kritisch wird es erst, wenn kein Torwart zur Verfügung steht. Dann muss ein Feldspieler in den Kasten oder gar der Trainer. So geschehen am Sonntag beim Spiel der A-Klasse Nord zwischen Arminia Ludwigshafen II und dem VfR Friesenheim. Beim VfR fielen beide etatmäßigen Torhüter aus und da die zweite Garnitur um die Meisterschaft spielt, stand deren Schlussmann auch nicht zur Debatte. Also ging Trainer Donato Villecco (43) erstmals in seiner Laufbahn ins Tor. Es sei ein komisches Gefühl gewesen und zum Glück habe er nicht viel auf den Kasten bekommen, sagte Villecco. Einen Gegentreffer nahm er großzügig auf seine Kappe, erklärte aber den Einsatz im Tor sicherheitshalber mal zu einer einmaligen Sache. Es soll nämlich keiner auf die Idee kommen, das könne sich wiederholen, weil der VfR 5:3 gewann. Denn ein siegreiches Team soll man ja nicht verändern. Übrigens auch bei der Arminia stand der Trainer aus den gleichen Gründen im Tor. Maik Unfricht (37) ist allerdings im Gegensatz zu Villecco fast schon ein alter Hase, denn er hat sein Debüt zwischen den Pfosten längst hinter sich. Die Frage nach dem Ausgang des ungewöhnlichen Trainerduells im Tor beantwortete Villecco salomonisch: „Maik war der bessere Torwart, aber ich habe weniger Gegentreffer hinnehmen müssen.“ (thl) An die hohen Rückennummern hat man sich auch im Amateurfußball inzwischen gewöhnt. Fast keine Mannschaft beginnt ein Spiel so, dass die Akteure die Ziffern 1 bis 11 tragen. Viel wichtiger ist aber, dass die Rückennummern mit den Angaben auf dem Spielberichtsbogen übereinstimmen. Das macht es Zuschauern, Schiedsrichtern und vor allem den Journalisten einfacher. Wie man es besser nicht macht, wurde am Sonntag beim Landesligaspiel zwischen Südwest Ludwigshafen und Phönix Schifferstadt deutlich. Da waren nämlich detektivische Fähigkeiten gefordert, vor allem wenn man eine Mannschaft nicht regelmäßig sieht. Bei Phönix war es noch relativ einfach. Da hatten Weindel (23) und Furch (21) die Trikots getauscht und Müllers 13 wurde auf dem Bogen handschriftlich auf 12 verbessert – so weit, so gut. Doch beim SV Südwest war Chaos angesagt. Da hatten Heidenmann und Karakaya die Hemden getauscht. Das optische Erscheinungsbild der beiden und die Spielführerbinde Heidenmanns erleichterten die Zuordnung. Vowinkel trug statt der vorgesehen 9 die 8. War auch noch lösbar. Schwierig wurde es bei der auffällig agierenden Nummer 15. Da stand auf dem Bogen der Name Moesmang. Doch der – so war vor der Partie zu erfahren – war gar nicht da. Wer also war die 15? Manchmal hilft schließlich gut zuhören. Der Kicker wurde „Aggi“ gerufen, was auf Argirios Goulas hindeutete. So war es auch. Er sollte allerdings das Trikot mit der Nummer 3 tragen. Für die Zukunft gilt: Mehr Sorgfalt hat noch nie geschadet. (thl)

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