Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Schwierige Situation, doch die Hoffnung lebt

 Alexander Zimpelmann.
Alexander Zimpelmann.

Handball-Pfalzligist HSG Mutterstadt-Ruchheim muss um den Ligaverbleib bangen. Nach 13 Spieltagen befindet sich die Mannschaft von Trainer Alexander Zimpelmann im Tabellenkeller. „Die Situation ist aktuell nicht zufriedenstellend“, sagte er.

Der 51-Jährige, der seit fast drei Jahren die Männer-Mannschaft der beiden kooperierenden Vereine, TV Ruchheim und TSG Mutterstadt, trainiert, will nichts von Resignation hören. „Wir wissen, dass wir Punkte brauchen, aber ich glaube an die Jungs und wenn weitere Spieler zurückkehren, bin ich zuversichtlich, dass die Zähler folgen werden“, sagte Zimpelmann.

Ohnehin setzt er auf die Entwicklung der Spieler, die jetzt mehr Verantwortung übernehmen sollen. „Durch die Ausfälle, die nach der Vorbereitung eingetreten sind, mussten wir uns wieder finden. Die Mannschaft war zum Saisonbeginn noch nicht eingespielt“, bedauerte Zimpelmann. Mit aktuell 4:22 Zählern sowie einem Torverhältnis von 298:397 ziert die Spielgemeinschaft das Tabellenende. Es droht somit der Abstieg. Letztmals siegte die HSG bei der TG Waldsee am 28. November nach einem Last-Minute-Treffer von Matthias Senck mit 26:25. Nur eine Woche zuvor waren die Schützlinge von Trainer Zimpelmann vor eigenem Publikum mit 38:33 gegen die HSG Landau/Land erfolgreich. Es waren sehr wichtige Siege. Auch deshalb, da die HSG Landau als auch die TG Waldsee nur mit einem sowie mit zwei Zählern in der Tabelle davor platziert sind und auch die Rückspiele noch anstehen. „Da brauchen wir Siege, aber auch im Heimspiel gegen TS Rodalben.“ Die Westpfälzer befinden sich mit zwei Zählern mehr auf dem Konto auf dem viertletzten Tabellenplatz.

Das Hinspiel in Rodalben wird er nicht vergessen. Denn da streifte er selbst das Trikot über. Der Gegner nahm ihn im Gegenzug in die Manndeckung. „Da war ich aber überrascht“, erzählte Zimpelmann. Bei den noch elf ausstehenden Spielen hofft er auf weitere Zähler. Bis zum achten Tabellenplatz in der 13er Staffel beträgt die Differenz nur drei Punkte.

Noch 14 Spieler

Deshalb hofft Zimpelmann, dass sich die Personalsituation verbessert. Mit 20 Akteuren sei er im Sommer in die Vorbereitung gestartet, derzeit stehen ihm 14 Spieler zur Verfügung. „Bei uns sind eben gerade Leistungsträger aus beruflichen oder familiären Gründen weggebrochen“, sagte Zimpelmann. Dabei hofft er, dass der eine oder andere etablierte Spieler zurückkehrt, um die Mannschaft vor dem Absturz in die Verbandsliga zu bewahren. Akteure wie Daniel Arenz, Markus Maslowski, Norbert Mielenz und Robert Maurer können mit ihrer Erfahrung noch einen Impuls für den Rest der Saison senden. Ansonsten versucht Zimpelmann, der in Personalunion auch Bundestrainer der Gehörlosen-Nationalmannschaft ist und deshalb im Mai wegen der Teilnahme an der Dyflympics in Brasilien fehlt, auf den eigenen Nachwuchs. Julian Postel ist für ihn ein positives Beispiel, wie ein Nachwuchsspieler in die Mannschaft integriert werden kann.

Der in Freinsheim wohnhafte Zimpelmann sieht darin auch die nächste Baustelle der HSG. „Uns fehlt mit einer A-Jugend auch der Nachwuchs. Das macht die Sache nicht einfacher“. Mit Torhüter Tobias Repp, Luca Schweiger, Tobias Thiele, Fabian Bappert hat er zumindest auch einige Talente in der Mannschaft, die ihre Ausbildung beim TV Hochdorf, TSG Friesenheim und VTV Mundenheim genossen haben. Und die Jungs wollen auch in der nächsten Saison Pfalzliga spielen. Deshalb gilt die Devise: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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