Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Schwierige Planung der Eulen Ludwigshafen

Torwart Roko Peribonio kam gegen Hagen als Nothelfer für die Eulen Ludwigshafen. Aber auch der ehemalige Torhüter der Eulen konn
Torwart Roko Peribonio kam gegen Hagen als Nothelfer für die Eulen Ludwigshafen. Aber auch der ehemalige Torhüter der Eulen konnte die Niederlagenserie nicht stoppen.

Beim Zweitligisten herrscht Chaos. Trainer Michael Biegler traut der Mannschaft den Klassenverbleib nicht zu. Geschäftsführerin Lisa Heßler muss aber den Kader für die kommende Runde planen. Da soll ein skandinavisches Talent als dritter Kreisläufer kommen. Voraussetzung ist aber der Ligaverbleib. Und danach sieht es momentan nicht aus.

Die Abstiegssorgen werden größer. Das bestätigte Geschäftsführerin Lisa Heßler. „Das Entscheidende ist, dass wir den Verbleib in der Liga selbst in der Hand haben“, sagte Heßler am Sonntag nach der 24:31-Niederlage der Eulen Ludwigshafen gegen Eintracht Hagen. Nach ihrer Recherchen sind noch zwei Siege in den verbleibenden vier Spielen notwendig.

Am kommenden Freitag gastieren die Eulen bei VfL Lübeck-Bad Schwartau und am nächsten Dienstag empfangen sie den Dessau-Rosslauer HV zum Nachholspiel. Ob bei diesen beiden Aufgaben noch die Wende geschafft wird, ist nach den gezeigten Leistungen in den vergangenen Wochen mehr als fraglich. Den Eulen Ludwigshafen ist die Leichtigkeit abhandengekommen. Diese fordert die Geschäftsführerin aber wieder. „Wir brauchen die einfachen Tore, die uns derzeit fehlen“, sagt Heßler: „Wir müssen in dieser schwierigen Situation die positiven Dinge noch mehr verinnerlichen.“ Sprich: Der Zusammenhalt der Mannschaft steht im Vordergrund.

Heßler arbeitet im Hintergrund zweigleisig. Sie plant am Kader für die kommende Spielzeit. Dabei will sich die 33-Jährige keinesfalls zeitlich unter Druck setzen lassen. Ihre Devise: „Qualität vor Schnelligkeit“. „Es gibt eine Reihe von Bewerbern. Wir werden bald weitere Gespräche führen, aber auch zuvor unser Profil nach den bisherigen Erfahrungen für die Position schärfen“, sagt Heßler.

Bis zum Start der Vorbereitung Mitte Juli werden die Personalfragen geklärt sein, betont Heßler. Dann werden drei Kreisläufer in der Mannschaft stehen. „Nach den bisherigen Erfahrungen ist das ein Schritt, den wir gehen werden“, sagte Heßler. Mehr wollte sie zu dieser Personalie nicht äußern. Nach Informationen der RHEINPFALZ soll ein skandinavisches Talent nach Ludwigshafen kommen. Fest steht schon der Zugang Lion Zacharias (Rhein-Neckar Löwen II) als Nachfolger von Jannik Hofmann.

Was passiert bei einem Abstieg?

Nur: Die Planung gilt wohl nur für die Zweite Liga. Sollten die Eulen absteigen, dann muss Heßler offenbar eine ganz neuen Mannschaft aufbauen. Und dann müsste auch die Reserve, die HSG Friesenheim-Hochdorf in die Oberliga absteigen. Das Team hatte aber just vorige Woche den Klassenverbleib geschafft.

Zu diesem Team gehörten Nikola Sorda und Roko Peribonio. Beide gehörten am Sonntag dem Eulen-Kader an. Doch Sorda kam nicht zum Einsatz. „Ich bin da, um zu helfen“, sagte er. Trainer Michael Biegler begründete den Verzicht auf Sorda damit, dass er eine Formation für die restlichen Spiele finden müsse. Sorda kann nur noch gegen Dessau-Roßlau am Dienstag, 31. Mai, spielen. An den anderen Terminen ist er nicht da. Torwart Peribonio ist ab Montag im Urlaub. Doch ihn brachte Biegler gegen Hagen. Denn er haderte mit der Leistung von Stammtorwart Ziga Urbic. Aber auch Peribonio hatte keinen guten Tag – wie Urbic und der später gekommene Leon Hoblaj auch. „Wir hatten keine Torhüterleistung“, kritisierte Biegler.

Dabei hatte er große Hoffnungen in Roko Peribonio gesetzt. Die 30 Jahre alte Nummer eins des Drittligisten Friesenheim-Hochdorf half aus, weil Matej Asanin am Rücken verletzt ist. Peribonio spielte von 2015 bis 2018 für die Eulen Ludwigshafen. Dann wechselte er zum TV Hochdorf. „Ich habe mich gefreut, helfen zu dürfen. Ich hatte schon komplett abgeschaltet“, gab Peribonio zu. Am Mittwoch kam der Anruf von den Eulen. Zweimal trainierte er dann mit den Eulen. „Ziga Urbic und Asanin sind gute Torhüter, aber sie sind verunsichert. Sie brauchen wieder Selbstvertrauen“, sagt Peribonio. Sport

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