Ludwigshafen Schallschutz: Lückenschluss bis Mai
An der Bahnstrecke entlang von Rheingönheim und Mundenheim beginnt die Bestandsaufnahme zum passiven Schallschutz für Anwohner. Dabei geht es unter anderem um den Einbau von Schallschutzfenstern und Lüftungsanlagen, die den Lärm deutlich mindern sollen. Für den Schallschutz sind erhebliche finanzielle Zuschüsse möglich. Die Lärmschutzwand in Mundenheim ist nach einigen Verzögerungen fast fertig.
Um in den Genuss einer Förderung zu kommen, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Nach den Untersuchungen der Deutschen Bahn (DB) AG sind an der Strecke 300 Gebäude und Wohnungen ermittelt worden, die innerhalb des Bundesprogramms („Zur Sache“) eine Förderung erhalten können. Dessen Richtlinien umfassen Häuser, die vor 1974 erbaut wurden und für die der zulässige Lärmgrenzwert überschritten wird. Wie die DB ankündigt, erhalten betroffene Eigentümer in den nächsten Tagen durch ein Ingenieurbüro die erforderlichen Unterlagen, um sich anzumelden. Bei jenen, die teilnehmen wollen, wird zur genauen Beurteilung der Lärmsituation in den Wohnräumen ein Ortstermin vereinbart. Als Resultat erhalten die Eigentümer eine schalltechnische Objektbeurteilung kostenlos zugeschickt. Auf dieser Basis kann der Eigentümer selbst über den konkreten Schallschutz entscheiden. DB-Angaben zufolge übernimmt der Bund 75 Prozent der förderfähigen Kosten. Neben schalldichten Fenstern und Lüftern an Gebäuden werden in Einzelfällen auch Dämmungen der Fassaden und Dächer teilfinanziert. Ein Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Arbeiten mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind. Die Maßnahmen sollen bis zum Jahr 2018 laufen. In mehreren Anwohnerversammlungen zum Thema sei deutlich geworden, dass trotz des Baus von Lärmschutzwänden gerade obere Etagen weiteren Lärmschutz brauchen, begrüßt Mundenheims Ortsvorsteherin Anke Simon (SPD) die Ankündigung der Bahn. Konkret betroffen sind von der Fördermaßnahme nur nahe der Bahnlinie gebaute Wohngebäude in Mundenheim. Wie Rheingönheims Ortsvorsteherin Julia Appel (SPD) bestätigt, ist die Wohnbebauung in Rheingönheim dafür zu weit von den Gleisen entfernt. Simon zufolge ist ein wesentlicher Bestandteil des Lärmschutzes in Mundenheim der im Oktober 2015 gestartete Bau von drei Schallschutzwänden mit 1507 Metern Länge. Sie sind drei Meter hoch und verlaufen entlang der Maudacher-, der Bürgermeister-Butscher-Straße, des Keßlerwegs und der Hardenburgstraße. „Angekündigt war das Bauende für Februar, derzeit ist die Wand weit fortgeschritten, weist aber noch kleinere Lücken auf. Wir sind zufrieden, wenn im Mai alles fertig ist“, so Simon. Der Effekt der Lärmschutzwand könne jedoch erst beurteilt werden, wenn sie komplett fertig sei. „Dann werden wir sehen“, will Simon vorab noch keine Beurteilung abgeben. (büg)