Ludwigshafen Ruchheimer Gemeinschaftshauses: Zeitplan für Sanierung verschiebt sich, Kosten steigen

Das Ruchheimer Gemeinschaftshaus muss für die Sanierung zeitweise geschlossen werden.
Das Ruchheimer Gemeinschaftshaus muss für die Sanierung zeitweise geschlossen werden.

Der Zeitplan für die Sanierung im Gemeinschaftshaus Ruchheim hat sich verschoben. Nach einer Absprache mit der Feuerwehr mussten die Planungen überarbeitet werden.

Das erklärte Abteilungsleiter Kim Kleinholdermann aus dem Gebäudemanagement dem Ortsbeirat Ruchheim bei seiner Sitzung am Montagabend. Immerhin: „Kleinere Maßnahmen sind schon abgeschlossen.“

Im Jahr 2022 hatte die schon fünf Jahre zuvor geplante Brandschutzsanierung im Veranstaltungshaus mit angeschlossener Jugendfreizeitstätte begonnen. Ursprünglich waren dafür einmal 335.000 Euro vorgesehen. Im Jahr 2022 war im Haushalt bereits von 850.000 Euro die Rede. Aber auch dieser Betrag war nicht haltbar. Ende 2022 hatte der Stadtrat der Erhöhung der Gesamtkosten auf 1,26 Millionen Euro zugestimmt.

Eine weitere Erhöhung schloss Kleinholdermann in seinen Ausführungen nicht aus. Im Gegenteil: „Wir haben die Gewerke ausgeschrieben. Teilweise haben wir dafür nur ein einziges Angebot zu einem weit überzogenen Preis erhalten“, berichtete er. Für Sanitäreinrichtungen und Heizung sei überhaupt kein Angebot eingegangen. Vorgesehen sei außerdem der Abbruch diverser Einbauteile, die Schaffung von Fluchtwegen, Notausstiegen, der Austausch von Türen zu Brandschutztüren, aber auch das Zumauern von bisherigen Türöffnungen oder der Umbau der bisherigen Garderobe in einen Stuhllagerraum und vieles andere mehr. Dabei gebe es auch gute Nachrichten: „Die Notausstiegstreppe der Jugendfreizeitstätte ist mittlerweile montiert.“

Gesamtkonzept hinfällig

Das Resultat der Ausschreibung sei Beleg für die vollen Auftragsbücher im Handwerk und die fehlenden Fachkräfte gleichermaßen. Alles zusammen habe das ursprüngliche Gesamtkonzept zerstört. „Deshalb wird das Haus auch vorerst nicht komplett geschlossen.“ Vorerst, denn nach dem neuen Konzept sei es notwendig, zumindest den Bereich der Versammlungsstätte vom 8. April bis 31. Juli 2024 komplett zu schließen.

„Andere Schließungen erfolgen in Segmenten“, informierte der Bauleiter. So müsse im Bereich des Treppenhauses eine Brandschutzdecke in der Jugendfreizeitstätte eingezogen werden. „Das ist der erste Rettungsweg. Deshalb müssen wir für diese Zeit auch hier schließen.“ Einen Zeitrahmen dafür nannte er nicht, eben so wenig konnte er ein konkretes Datum für den Abschluss der Bauarbeiten nennen. Nur so viel: „Wir würden die bisher festgestellten Mängel und den Brandschutz gerne nächstes Jahr abschließen.“ Weitere Überraschungen in dem 1978 erstellten Gebäude seien allerdings nicht ausgeschlossen.

Die Aussage nach weiteren Steigerungen der Baukosten ließen den Ortsbeirat aufhorchen: „Steigen dann auch die Mietkosten für die Nutzer“, wollten manche wissen. Eine Antwort darauf konnte Kleinholdermann nicht geben. „Wir werden eine entsprechende Anfrage bei der Marketinggesellschaft Lukom stellen“, kündigte Ortsvorsteher Dennis Schmidt (CDU) im Namen seiner Kollegen an.

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