Ludwigshafen
Ruchheim: Kein Ausweichquartier für Jugendfreizeitstätte
Die Jugendfreizeitstätte Ruchheim leiste eine hervorragende und wichtige Arbeit für Kinder und Jugendliche im Stadtteil, betont Ortsvorsteher Dennis Schmidt (CDU). Durch das ausgezeichnete Engagement der Mitarbeiter sei über die vergangenen Jahre hinweg eine gute und verlässliche Anlaufstelle geschaffen worden, die von vielen Kindern und Jugendlichen genutzt werde. Es sei daher zum Wohle der Familien im Stadtteil, dass der Betrieb mit niederschwelligen Angeboten gewährleistet bleibe, begründet Schmidt die Forderung an die Stadt nach einem Ausweichquartier für die Zeit der Brandschutzsanierung in dem Gebäude.
In seiner jüngsten Sitzung am Wochenanfang hat sich der Ortsbeirat einstimmig hinter diese Forderung gestellt. „Wir wissen nicht genau, was kommt, wollen aber ein klares Zeichen setzen“, betonte Schmidt.
Bauzeiten bis zum Herbst?
Wie aus der von ihm verlesenen Antwort des Bereichs Jugendförderung der Verwaltung hervorgeht, wissen die Mitarbeiter um den Wert der Jugendfreizeitstätte. Man habe bei den Fachplanern darauf gedrängt, die Einrichtung möglichst wenig schließen zu müssen. Im ersten Bauzeitenplan im November 2023 sei eine Schließung in den Pfingstferien und in der ersten Hälfte der Sommerferien vorgesehen gewesen. Doch am 22. März habe der Bereich Bau darüber informiert, dass der Bauzeitenplan aufgrund fehlender Gewerke nicht gehalten und aufgrund der Abhängigkeit von Fremdfirmen keine Aussage zum Ablauf getroffen werden könne. Die Bauzeiten könnten sich bis zum Herbst ziehen, so Bereichsleiterin Sabine Heiligenthal.
Bei der Prüfung eines Ausweichquartiers habe sich ergeben, dass eine Containerlösung vor Ort aufgrund von fehlender Infrastruktur (Strom, Wasser, Sanitär) nicht infrage komme. Die Unterbringung in Zelten auf der Vogelwiese sei über Monate hinweg nicht zumutbar, heißt es weiter. Die Jugendfreizeitstätte soll stattdessen in ihren Räumen so weit geöffnet bleiben, wie es die jeweiligen Handwerksarbeiten zuließen. Es könne dabei kurzfristig zu Schließungen kommen. Die Räumlichkeiten der Jugendfreizeitstätte müssten für die Sanierung teilweise geräumt werden.
Angebote aufrechterhalten
Für die Ferienbetreuung in Ruchheim würden derzeit Gespräche mit der Astrid-Lindgren-Grundschule und ihrem Hort geführt, informiert der Jugendbereich. Man sei in ständigem Austausch mit allen am Bau Beteiligten, um die Angebote für Kinder und Jugendliche möglichst kontinuierlich aufrechterhalten zu können. Doch die Brandschutzsanierung sei unvermeidbar und die „momentane Situation stark abhängig von beauftragten Firmen“.