Ludwigshafen Ruchheim: Gute Aussicht auf ein Grabensystem
Bekommt Ruchheim in absehbarer Zeit wieder ein intaktes Grabensystem? Die Aussichten dafür stehen nicht schlecht. So begrüßte der Bereich Umwelt ausdrücklich den Antrag von Ortsvorsteher Dennis Schmidt (CDU) auf eine Renaturierung der Gräben, die zahlreiche Vorteile hätte.
Ein Teil der dafür notwendigen Arbeiten könnte schon Ende 2024 angegangen werden. Schmidt hat das landesweite Förderprogramm „Aktion Blau Plus“ vor Augen, mit dem er das Gesamtprojekt finanzieren will. Pilotprojekt könnte der Bereich des Kreuzgrabens auf Höhe der Vogelwiese und des Verladeplatzes sein.
„Die Renaturierung dieser Grabenanlagen würde nicht nur zur Erhaltung und Wiederherstellung natürlicher Lebensräume beitragen, sondern auch das lokale Ökosystem stärken“, begründete der Ortsvorsteher seinen Antrag, der auf eine CDU-Anfrage aus der vorangegangenen Ortsbeiratssitzung zurückging. Feuchtgebiete und natürliche Wasserläufe könnten Biodiversität fördern, Wasserrückhaltekapazitäten erhöhen und so Hochwasserrisiken bei Starkregenereignissen mildern, zählte er in seinem auch im Ortsbeirat einstimmig verabschiedeten Antrag weiter auf.
Das sieht insgesamt auch der zuständige Bereich so, bremste aber vorschnelle Erwartungen. Zum einen müsse man ein großflächiges Gesamtkonzept abwarten, zum anderen müssten zunächst die rechtlichen Grundlagen, etwa der Grundbesitz oder auch die Förderfähigkeit der Maßnahme durch das Land, vorab geklärt werden. Für das vorgeschlagene Pilotprojekt an der Vogelwiese gab es aber schon einmal grünes Licht. „Die Fläche befindet sich in Besitz der Stadt“, informierte Schmidt.