Ludwigshafen / Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Rüttelfahrzeuge sind nicht überall willkommen

Wenn die Platte sitzt, schwebt der ganze Truck.
Wenn die Platte sitzt, schwebt der ganze Truck.

Im Vorfeld der Bodenuntersuchung im Bereich von Ludwigshafen und Frankenthal hat es auch kritische Fragen gegeben. Was passiert bei Schäden, wer springt dann ein, gibt es Versicherungen? Das hatten Anwohner besonders häufig bei den Informationsveranstaltungen von Vulcan und BASF nachgehakt. Thorsten Weimann, einer von drei Geschäftsführern von Vulcan Energie Ressourcen, hatte jeweils dazu Stellung genommen.

Er machte auch keinen Hehl daraus, dass es in Mannheim zu Schadensmeldungen gekommen sei, nachdem die „Vario Trucks“ in der Stadt unterwegs waren. Und er erklärte, dass sein Unternehmen dem Bergrecht unterliege – bedeutet: Die Beweislast ist umgekehrt. Nicht der Anwohner muss beweisen, dass ein Riss in Verputz von den Rüttelfahrzeugen kommt, Vulcan muss beweisen, dass es den Riss nicht verursacht hat. Man habe in allen Fällen eine Einigung erzielt, ist Weimann stolz. Drei Fälle seien noch offen, das aber nur, weil derzeit keine Gutachter zu bekommen seien.

Während die Rüttelfahrzeuge noch in der ersten Märzwoche unterwegs sind (in Gebieten, wo sie nicht die Setz- und Brutzeiten der Fauna stören), gibt es einen Ort, den die Geologen bei ihrer Untersuchung aussparen müssen. In Meckenheim darf Vulcan Energy keine seismischen Untersuchungen machen, den entsprechenden Gestattungsvertrag hat die dortige Ortsbürgermeisterin Silke Hoos (Wählergruppe) nicht unterzeichnet. Die Mehrheit der Ratsmitglieder hatte gegen den Gestattungsvertrag gestimmt. Vulcan hatte mitgeteilt, dass man die Entscheidung selbstverständlich akzeptiere. Man bleibe dennoch offen für eine mögliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

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