Ludwigshafen Pfalzwerke gewinnen „Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte“

Die Photovoltaikanlage auf dem Hallendach der Bäko Süd-West.
Die Photovoltaikanlage auf dem Hallendach der Bäko Süd-West.

Für eine fortschrittliche Energie- und Wärmekooperation mit dem regionalen Unternehmen Bäko Süd-West ist der Pfalzwerke Aktiengesellschaft mit Sitz in Ludwigshafen der „Deutsche Award für Nachhaltigkeitsprojekte“ verliehen worden. Ziel der Kooperation ist es, mehr als 900 Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen.

„Diese Auszeichnung für unser gemeinsames Projekt mit der Bäko Süd-West eG bestätigt uns auf unserem Weg, bei der Umsetzung der Energiewende neue kreative Wege zu gehen“, freut sich Marc Mundschau, Vorstandsmitglied der Pfalzwerke. „Gemeinsam werden wir am Bäko-Standort Edingen-Neckarhausen eine sektorübergreifende Dekarbonisierung realisieren, die zu einer CO2-Einsparung von mehr als 900 Tonnen pro Jahr führen wird.“ Die Bäckerei- und Konditoreigenossenschaft zeige damit, dass klimaneutrales Wirtschaften sowohl in einer energieintensiven Branche als auch für ein mittelständisches Unternehmen möglich ist.

Der „Deutsche Award für Nachhaltigkeitsprojekte“ wird vom Deutschen Institut für Service-Qualität, dem Nachrichtensender ntv sowie dem DUP-Unternehmer-Magazin verliehen. In diesem Jahr zeichnete die Jury unter 324 Nominierungen Projekte in insgesamt 28 Kategorien als „besonders herausragend“ aus.

Die Dekarbonisierung erfolgt in vier Schritten

„Die Bäko Süd-West eG als regionaler Großhändler von Bäcker- und Konditoreiprodukten und die Pfalzwerke als Energiedienstleister mit nachhaltigem Portfolio sind sich beide ihrer Verantwortung für die Klimawende vor Ort bewusst“, beschreibt Rolf Lulei, Bereichsleiter Business Solutions bei den Pfalzwerken, den Ausgangspunkt des Projektes. Um zu zeigen, dass die klimafreundliche Umgestaltung eines Gewerbebetriebs möglich ist, erarbeiteten die Pfalzwerke für die Bäko Süd-West einen konkreten Maßnahmenplan mit vier Teilprojekten.

Rolf Lulei, Bereichsleiter Business Solutions bei den Pfalzwerken (Vierter von rechts) bei der Preisverleihung.
Rolf Lulei, Bereichsleiter Business Solutions bei den Pfalzwerken (Vierter von rechts) bei der Preisverleihung.

„Durch die Installation von zwei Photovoltaik-Anlagen verringerten sich in einem ersten Schritt die indirekten CO2-Emissionen aus eingekaufter Energie um 300 Tonnen pro Jahr“, erläutert Lulei. Mit dem Wechsel auf eine Wärmepumpe sollen die unmittelbaren Emissionen durch den Ersatz des Heizölkessels von bisher rund 200 Tonnen auf null gesenkt werden.

Zukunftsweisendes Pilotprojekt

Als drittes Teilprojekt folgt die Umstellung auf Ökostrom, was die eingesparten Emissionen um weitere 400 Tonnen auf insgesamt 900 summiert. „Durch das vierte Teilprojekt, die allmähliche Umstellung des Bäko-Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge, werden die Emissionen künftig noch weiter sinken“, berichtet Lulei. Ein schöner Nebeneffekt des Projekts: Langfristig stelle sich Bäko durch diese Umstellungen auch finanziell besser. Denn nachhaltige Prozesse seien oft effizienter und damit kostengünstiger. Ohne die professionelle Unterstützung der Pfalzwerke wäre die Umsetzung des Projekts „um ein Vielfaches schwieriger geworden“, sagt Jochen Früauff, Vorstandsmitglied der Bäko Süd-West.

Aus Sicht der Pfalzwerke ist die Dekarbonisierung der Bäko Süd-West ein zukunftsweisendes Pilotprojekt. „Mit dem Einsatz von Ökostrom, einer nachhaltigen Wärmeversorgung, regenerativer Energie und Mobilitätslösungen haben wir ein Modell, das auch für andere Branchen und Betriebe skalierbar ist“, betont Marc Mundschau. So etwa für die Immobilienwirtschaft.

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