Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberligaderby zwischen Arminia und FV Dudenhofen ist ein zähes Ringen

Zweikampf an der Linie: Dudenhofens Dominik Petzold (links) gegen Yassin Memokoh.
Zweikampf an der Linie: Dudenhofens Dominik Petzold (links) gegen Yassin Memokoh.

Alles ist angerichtet für das Duell zwischen dem FC Arminia Ludwigshafen und dem FV Dudenhofen. Warum das Montagabendspiel eine zähe Angelegenheit ist.

Der Einstand für Interimstrainer Matteo Monetta ist ein zähes Ringen zwischen dem FC Arminia Ludwigshafen und dem FV Dudenhofen. Der Aufsteiger verlegt sich darauf, mit langen Bällen zu operieren und die Zweikämpfe zu suchen. So ist bei der Arminia kaum eine gepflegter Spielaufbau möglich. Ein ansehnliches Oberligaspiel sieht anders aus. Viele Fehlpässe, der Ball ist zumeist zwischen den Strafräumen. Ein Solo von Max Lichti nach zehn Minuten ist ein erster Lichtblick – Arminia-Schlussmann Kevin Urban lenkt den Abschluss über die Latte. Auf der Gegenseite zieht Maximilian Krämer aus 25 Meter ab, der Ball zischt am rechten Pfosten vorbei (13.). Ansonsten viel Leerlauf. Kurz vor der Pause zappelt dann der Ball doch im Netz: Nach einem Doppelpass von Eric Häußler und Irfan Catovic versenkt Letzterer das Spielgerät im Arminia-Tor (37.), aber der Linienrichter hat die Fahne gehoben – Abseits. Der pünktliche Halbzeitpfiff erlöst die 638 Zuschauer auf der Bezirkssportanlage in Rheingönheim nach einer an Höhepunkten sehr armen ersten Hälfte.

Ein Tor entscheidet

Ein direkter Freistoß Steffen Straubs, der aber das Tor verfehlt, meldet die Arminia in der zweiten Hälfte an (54.). Auf der Gegenseite landet ein Catovic-Freitoß auf dem Kopf von Häußler, der Ball streift aber am Pfosten vorbei. So richtig nähern sich beide Teams nicht dem jeweils gegnerischen Tor an. Es bleibt dabei: alles zu ungenau. Die besseren spielerischen Ansätze zeigt jedoch die Arminia aus Ludwigshafen, auch wenn sie diesen Vorteil nicht in klare Torchancen umwandeln kann. Auch der eingewechselte Tim Amberger kann dies vorerst nicht ändern. Dann ein Moment, an dem alle Heimfans die Luft anhalten: Eine Hereingabe von Max Lichti fälscht ein Arminiaspieler unglücklich aufs eigene Tor ab, aber Schlussmann Urban reißt die Hand hoch und lenkt den Ball über die Latte (73.). Auf der anderen Seite ist Tim Amberger gegen Dudenhofens Verteidiger Sven Hoffmann durch, seine Hereingabe findet den eingewechselten Martin Amoako, der den Ball humorlos zum 1:0 ins lange Eck befördert (80.). „Es ist der einzige, aber entscheidende Fehler, der ihm unterlaufen ist“, sagt Dudenhofens Sportvorstand Florian Kober später über seinen Innenverteidiger. Jhon Mosquera zeigt sich in Arminias Innenverteidigung dagegen als kompromissloser Abräumer, viele Hereingaben Dudenhofens landen bei ihm. Den Gästen fehlt in den letzten Minuten ein wenig die Konzentration und das Durchsetzungsvermögen im letzten Drittel. Amoako und der eingewechselte Julian Malburg vergeben nach Konter die Chance auf das 2:0 (90.). Dudenhofens Schlussoffensive verpufft.

„Kein Leckerbissen“

„Wir wollten hier anders auftreten, aber uns hat die Intensität und der Offensivhunger gefehlt, ein Tor zu erzielen“, bilanzierte Dudenhofens Sportlicher Leiter Nico Henrich enttäuscht. Dass Kapitän Marvin Sprengling erkrankt gefehlt hat, will er nicht als Ausrede gelten lassen.

Freude dagegen bei der Arminia: Interimstrainer Matteo Monetta lobt den Einsatzwillen seines Teams: „Wir wussten, dass es ein Spiel wird, in das wir nur über den Kampf finden. Es war klar, dass es für die Zuschauer kein Leckerbissen wird.“ Und auch Ricardo Antonaci sieht seine Mannschaft auf dem richtigen Weg: „Wir wollten heute gallig sein. Der Sieg war wichtig für die Köpfe. Jetzt müssen wir im Training noch eine Schippe drauflegen.“

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