Fußball Oberliga: Tordebüt von Arminia-Verteidiger Yalcinkaya
Nach zwei Toren in den ersten sechs Minuten haben sich die Sportfreunde Eisbachtal und der FC Arminia Ludwigshafen in einem Kellerduell der Fußball-Oberliga 1:1 (1:1) getrennt. Damit sind die Rheingönheimer nicht mehr Letzter.
„Der letzte Eindruck mit zwei großen Gelegenheiten für Eisbachtal bleibt am ehesten haften. Deshalb sind wir mit der Punkteteilung nicht unzufrieden“, resümiert Arminia-Trainer Matteo Monetta. Die beiden Situationen, die der Coach anspricht, entsprangen gefährlichen Standards der Gastgeber, bei denen einmal Kapitän Ricardo Antonaci auf der Linie klärte und beim anderen Mal Torwart Kevin Urban den Schuss des Eisbachtaler Angreifers hervorragend parierte. Eine Niederlage wäre der Leistung der Gäste aber nicht gerecht geworden.
Zwei Änderungen
Monetta hatte sein Team gegenüber der 1:2-Heimniederlage gegen den FV Engers eine Woche zuvor auf zwei Positionen verändert. Antonaci nach Sperre und Philip Krischa ersetzten Jannik Dörr, der später eingewechselt wurde, und Martin Amoako. „Ich wollte mit Antonaci und dem dieses Mal offensiv agierenden Malte Moos die rechte Seite stärken. Das hat auch sehr gut geklappt“, freute sich der Übungsleiter, der die Zentrale mit den spielstarken Kevin Selzer auf der Sechs sowie Yakup Polat und Philip Krischa auf der Doppelacht besetzte.
Nach drei Minuten brachte Jonah Arnolds Eisbachtal nach einem groben Abwehrfehler der Schwarz-Weißen in Führung. Der Ausgleich ließ aber nicht lange auf sich warten. Auslöser war ein Eckball von Kapitän Antonaci, den einige Spieler beider Teams verpassten, nicht aber Hasan Yalcinkaya, der mit einer gekonnten Direktabnahme erfolgreich war (6.). Es war im 22. Oberligaspiel der erste Treffer für den 20-jährigen Yalcinkaya. „Hasan war verletzt, als ich die Mannschaft übernommen habe. Imponiert hat mir, dass er freiwillig in der Reserve aushalf, sich so Spielpraxis verschafft und sich mit guten Trainingsleistungen in die Mannschaft gespielt hat“, verdeutlicht Monetta.
Kein Elfmeter?
Die Arminia hätte zur Pause in einer intensiven, kampfbetonten Begegnung mit zahlreichen Zweikämpfen und zehn Gelben Karten sogar führen können, als Steffen Straub sich am Flügel durchsetzte, doch Maximilian Krämer seine Hereingabe nicht verwerten konnte (29.). Auch im zweiten Abschnitt gab es nicht viele klare Möglichkeiten, weil auf beiden Seiten der letzte Pass oft nicht ankam, sodass es kaum gefährliche Abschlüsse gab. Monetta wechselte offensiv, brachte Spieler, die mit Sprints eine Abwehr aufreißen können. Das hätte sich fast ausgezahlt. Nach einem Pass in die Tiefe wurde der kurz zuvor eingewechselte Joker Tim Amberger im Strafraum zu Fall gebracht (79.). „Das war für mich ein klarer Elfmeter, da muss der Schiedsrichter einfach pfeifen“, ärgerte sich Coach Monetta.