Fußball Oberliga: Stimmungskiller bremst FC Arminia Ludwigshafen nicht.
FCA-Trainer Matteo Monetta hatte seine Mannschaft gegenüber der Partie gegen den FK Pirmasens auf vier Positionen geändert. Im Tor stand wieder Peter Klug, der seine Verletzung auskuriert hatte. Links verteidigte Hasan Yalcinkaya statt Sebastian Beikert, was die vorsichtigere Variante darstellte. „Ich wollte den starken Stürmern des Gegners eine kompakte Defensive gegenüberstellen“, erklärt der Coach den Wechsel. Für den gesperrten Jhon Mosquera übernahm Routinier Wal Fall den Posten in der Innenverteidigung. Und im Angriff bekam Noah Hannawald den Vorzug vor Leon Zinnicke. „Noah hat sich den Platz mit guten Trainingsleistungen erkämpft. Außerdem habe ich auf sein Tempo gesetzt“, verdeutlicht Monetta. Die Rechnung ging auf. Der 3:2 (2:1)-Erfolg beim FV Diefflen lässt die Arminia ein Stück weit durchatmen.
Die Rheingönheimer erwischten den besseren Start und gingen früh in Führung. Wal Fall und Ricardo Antonaci bauten den Angriff auf, der Ball kam zu Hannawald und der bedankte sich für das Vertrauen des Übungsleiters mit einem Schuss ins lange Eck (5.). Dieser Treffer gab dem FCA Sicherheit. Gut 30 Minuten lang bestimmten die Gäste die Partie. „In dieser Phase hatten wir mehr Ballbesitz, haben aber zu wenige gute Möglichkeiten herausgespielt, weil wir im letzten Drittel einen Tick zu ungenau waren und etliche Bälle nicht festmachen konnten“, analysiert Monetta. Dennoch gelang es den Gästen den Vorsprung zu erhöhen, als Leon Zinnicke einen abgewehrten Ball in den Strafraum hob und Yassin Memokoh per Kopf erfolgreich war (42.).
Kurzer Stimmungskiller
Ein Stimmungskiller war das 1:2, dass die Gastgeber, die mit Flanken und lang geschlagenen Bällen operierten, quasi mit dem Pausenpfiff erzielten (45.+5). „Es war klar, dass der Gegner zu Beginn der zweiten Halbzeit den Druck erhöhen würde. Darauf haben wir uns eingestellt“, berichtet Monetta. Und so kam es auch, weil die Arminia nach Wiederanpfiff zu passiv agierte und die Außenpositionen nicht dicht bekam, sodass Diefflen viele gefährliche Flanken schlagen konnte. Ein Ballverlust Zinnickes war Ausgangspunkt des 2:2 (58.). Die Partie stand auf der Kippe.
„Ich habe überlegt, Sebastian Beikert zu bringen, weil er mit seiner Schnelligkeit für Entlastung sorgen kann“, gibt der Coach Einblick in seine Gedanken. Und auch diese Idee fruchtete, denn Beikert kam öfter mal hinter die letzte Kette der Saarländer und musste in der intensiven Partie einiges einstecken. Das 3:2-Siegtor markierte wieder Hannawald, als er nach einem Schuss Memokohs den vom Torwart abgewehrten Ball verwertete (67.). Die Schlussoffensive der Gastgeber überstand der FCA unbeschadet. Bei aller Dominanz kam Diefflen bis auf eine Ausnahme zu keinen klaren Gelegenheiten mehr, was an der guten Defensive, angeführt von Lukas Hartlieb und Wal Fall, lag.