Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: FC Arminia Ludwiggshafen unterliegt bei TuSKoblenz

Nach langer Pause erstmals wieder dabei und gleich Torschütze: Bastian Hommrich.
Nach langer Pause erstmals wieder dabei und gleich Torschütze: Bastian Hommrich.

Fußball-Oberligist FC Arminia Ludwigshafen hat beim TuS Koblenz mit 1:2 (0:1) verloren und ist auf den 13. Tabellenplatz zurückgefallen. Die Abstiegsränge sind nur einen Zähler entfernt.

„In Koblenz haben wir meist gut ausgesehen und oft Punkte geholt, egal ob bei TuS, Rot-Weiß oder Cosmos“, sagte Arminia-Kapitän Nico Pantano vor der Abfahrt zur Partie beim Regionalliga-Absteiger. Tatsächlich haben die Schwarz-Weißen aus ihren letzten drei Begegnungen in Koblenz optimale neun Punkte eingefahren. Diese Serie riss jedoch am Samstag. „Der Sieg des TuS geht in Ordnung, wir waren unter dem Strich viel zu ungefährlich“, betont Trainer Chris Chorrosch. Er beklagt die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel, was dazu führte, dass die Zahl der guten Gelegenheiten überschaubar blieb.

Die Partie begann denkbar schlecht für die Arminen, denn nach sieben Minuten erzielten die Gastgeber das Führungstor. Einem Freistoß aus dem Halbfeld folgte eine Kopfballablage, die Karim Zeghli zum 1:0 verwertete. Bis zum Halbzeitpfiff erarbeiteten sich die überlegenen Koblenzer ein klares Chancenplus. Die Gäste lösten die Aufgabe defensiv jedoch gut, hatten aber selbst zu wenige Möglichkeiten. Mit dem 0:1-Rückstand zur Pause war der FCA gut bedient.

Ausrichtung geändert

Nach Wiederbeginn veränderten die Rheingönheimer ihre Ausrichtung. „Wir haben die Koblenzer jetzt höher angelaufen, was gut geklappt hat“, verdeutlicht der Coach, der auf eine Dreierkette in der Defensive umgestellt hatte. Ein Stück weit auch notgedrungen, denn unter den nur drei Auswechselspielern für das Feld war kein Akteur für die Abwehr. Nach einem Eckball von Flügelstürmer Steffen Straub, den die Einheimischen nicht gut verteidigten, fiel der Ausgleich durch Bastian Hommrich, der nach langer Verletzungspause und acht verpassten Spielen erstmals wieder dem Kader angehörte (65.).

Die Freude über das 1:1 währte aber nicht lange, denn nur zehn Minuten später gelang Koblenz das Siegtor. Zum dritten Mal in dieser Partie war eine Standardsituation der Auslöser. Nach einem Freistoß zog Yasin Yaman aus dem Rückraum ab, und vorbei an Freund und Feind fand die Kugel den Weg ins Tor. „In den letzten 15 Minuten haben wir gedrückt, waren aber nicht zwingend genug. Koblenz zog sich weit zurück und setzte auf Umschaltaktionen“, beschreibt Chorrosch die Endphase, die auch unter Abspielfehlern im Aufbau litt.

Die Arminia zahlte ohne die fünf Langzeitverletzten und fünf weitere lädierte oder erkrankte Akteure Lehrgeld. „Wenn nur drei Feldspieler auf der Bank sitzen, muss man bei jedem Wechsel umbauen, was nicht gerade förderlich ist. Positionsgetreue Änderungen waren nicht möglich“, erläutert der Übungsleiter, der beispielsweise Stürmer Giuliano Cultrera als Rechtsverteidiger nominieren musste, weil alle vier Akteure, die dies Position bekleiden können, ausfielen.

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