Fußball Oberliga: Arminia mit neuem Trainer, Zukunft von Matteo Monetta geklärt
„Es hat mich wieder gejuckt, eine Aufgabe zu übernehmen. Ich hatte diverse interessante und attraktive Anfragen, habe mich aber für die Arminia entschieden, die mir sehr am Herzen liegt“, sagt Marco Laping und verweist auf eine gute Verbindung zu FCA-Sportchef Markus Impertro. Er übernimmt die Arminia dann zum vierten Mal nach 2017, der Serie 2021/22 und dem Endspurt in der Saison 2023/24. Wegen etlicher Termine, die auch die Wochenenden betreffen, könne er aber erst im Januar richtig einsteigen. Sein Vertrag läuft 18 Monate bis zum Sommer 2027. Dieser Ablauf sei so kommuniziert.
„Bis zur Winterpause stehe ich Matteo beratend zur Seite, werde öfter im Training und bei Spielen sein und Ideen einfließen lassen“, blickt der 47-Jährige, der bei der Arminia einen hohen Stellenwert hat und großes Ansehen genießt, nach vorne. Monetta habe nach seiner Information rasch einen stabilen Draht zur Mannschaft entwickelt, die Stimmung in der Truppe sei gut, wozu der Sieg gegen Dudenhofen sicherlich beigetragen habe. „Das Team hat am Montag schon etwas verunsichert gewirkt, war aber im Spiel gegen den Ball prima organisiert“, betont Laping. Dennoch stehe in den kommenden Wochen einiges an Arbeit bevor. Die fußballerische Qualität sei allerdings ausreichend, um in der Liga zu bleiben.
Froh über ersten Sieg
„Ich bin heilfroh, dass wir am Montag die drei Punkte geholt haben. Es waren keine spielerischen Höhepunkte zu erwarten, dafür hat die Mannschaft um jeden Zentimeter Boden gekämpft“, spricht Markus Impertro, der Sportliche Leiter des FCA, den unbändigen Einsatz des Teams an. Manchmal müsse man eine Partie eben mit den fußballerischen Grundtugenden entscheiden. „Klar fehlt spielerisch noch etwas zu den guten Leistungen in der letztjährigen Rückrunde. Aber jeder Einzelne hat Fußball gearbeitet“, ergänzt der Sportchef. Monetta ist es offenbar gelungen, dies zu vermitteln.
Zunächst wird der 41-jährige Monetta, der übrigens seit 15 Monaten in Lapings Firma Absolute Teamsport angestellt ist und sich um den Bereich Textildruck kümmert, die Arminia auf die schwierige Aufgabe gegen den SV Gonsenheim am Samstag, 14 Uhr, vorbereiten. Nach zwei Niederlagen zum Start hat der SVG zuletzt zweimal gewonnen und sich ins Tabellenmittelfeld abgesetzt. „Das ist ein sportliches Großkaliber, eine ganz junge und laufstarke Mannschaft“, sind sich Impertro und Monetta einig. Zumal die Rheinhessen gute Erinnerungen an ihre drei letzten Auftritte in Ludwigshafen haben dürften. Diese Begegnungen gewann der SV Gonsenheim alle bei 12:4 Toren.
B-Schein-Prüfung steht an
Matteo Monetta hat mit seiner umgänglichen und zugewandten Art in den dreieinhalb Jahren als Spieler beim FCA die Herzen vieler gewonnen. Der schlitzohrige Deutsch-Italiener hat sich mit Feuereifer an die schwere Aufgabe gemacht. „Es war klar, dass es gegen Dudenhofen keinen Leckerbissen geben, es stattdessen zäh werden würde. Ich habe versucht, das Team mental zu packen“, berichtet der frühere Torjäger. Über gewonnene Zweikämpfe habe die Arminia in die Partie gefunden, das nötige Spielglück gehabt und den Bock umgestoßen. Besonders freut er sich, dass zwei von ihm eingewechselte Akteure – Vorbereiter Tim Amberger und Vollstrecker Martin Amoako – für das entscheidende Tor gesorgt haben.
Der Interimscoach glaubt, dass die Intensität im Spiel mit dem Ball gesteigert werden müsse und hofft mit dem Erfolg im Rücken auf einen Schub im Bereich Selbstbewusstsein. Als spielender Co-Trainer von Andreas Brill hatte er beim FCA ins Trainergeschäft reingeschnuppert. „Mir hat das damals viel Spaß gemacht, auch wenn der Aufwand generell groß ist“, verdeutlicht Monetta. Sein Gedanke sei gewesen, dem Fußball auf alle Fälle erhalten zu bleiben. Deshalb macht der frühere Vollblutstürmer, der bis vor wenigen Tagen noch für den Bezirksligisten SV Südwest Ludwigshafen auflief, auch den Trainer-B-Schein. Im November steht die Prüfung an.
Neapel muss warten
Der ausgebildete Restaurantfachmann, der mit Lebensgefährtin Samira im Oggersheimer Ortsteil Melm wohnt, wird künftig einer liebgewonnenen Gewohnheit abschwören müssen. Der glühende Fan des SSC Neapel flog immer mal wieder zu Spielen des amtierenden Meisters nach Italien und verband dies mit einem Familienbesuch. Stattdessen wird jetzt die Arminia in den Vordergrund rücken.
Der FCA bestreitet vier Heimspiele in Folge, weil die Partie gegen Gonsenheim gedreht wurde. Der Hintergrund: Der Kunstrasen des SVG wird saniert und bekommt eine neue Oberfläche. Die Fertigstellung verzögert sich jedoch um ein paar Wochen. Das Spiel am Samstag ist der Auftakt einer englischen Woche für den FCA mit dem Spiel der vierten Verbandspokalrunde beim West-Landesligisten SG Rieschweiler am Mittwoch und der folgenden Begegnung gegen den FC Emmelshausen-Karbach.