Fußball
Oberliga: Arminia geht mit Sieg über Diefflen in die Winterpause
Mit dem 3:0 (1:0)-Erfolg gegen die Saarländer feierte die Arminia ihren fünften Heimsieg und festigte den zwölften Tabellenplatz. Das Polster auf Rang 16, der möglicherweise den Abstieg bedeutet, beträgt fünf Zähler. Die Stimmung auf der abendlichen Weihnachtsfeier des Klubs dürfte entsprechend ausgelassen gewesen sein, auch wenn die Rheingönheimer nur schwer in die Partie fanden. Entscheidend für den Sieg war Linksaußen Steffen Straub, der sich in glänzender Verfassung präsentierte und von den Gästen nie in den Griff zu bekommen war. „Wenn Steffen in dieser Form spielt, ist er kaum zu stoppen. Und wir profitieren ungemein von seiner Wendigkeit und seinem Zug zum gegnerischen Tor“, sagte Trainer Chris Chorrosch.
Doch bevor Straub in Erscheinung trat, hatte Diefflen, das wie die Arminia im 4-4-2-System antrat, die Oberhand. Nach einer Möglichkeit für Noah Maier, der auf Vorarbeit von Nico Pantano und Straub aus kurzer Distanz den Ball am Tor vorbeischoss (5.), nahmen die Gäste, die anfangs wacher und entschlossener wirkten, das Heft in die Hand. Die Ludwigshafener erlaubten sich viele leichte Ballverluste, verloren die mühsam eroberte Kugel zu schnell wieder an den Gegner. Auffällig auch die zahlreichen handwerklichen Fehler und das hohe Risiko, das die Schwarz-Weißen im Spielaufbau eingingen.
Viele Chancen vergeben
Zum Unglücksraben aus Dieffler Sicht mutierte der sonst so treffsichere Chris-Peter Haase. Der Mittelstürmer fand nach einem Fehlpass des FCA in Torwart Robin Schneider seinen Meister. Im Eins-gegen-eins-Duell blieb der 22-jährige Schlussmann, der den Vorzug gegenüber Kevin Urban bekommen hatte, Sieger (8.). Zwei Minuten später war es erneut Haase, der in guter Position zu unentschlossen agierte und den Ball vertändelte. „Diefflen war besser im Spiel und hätte uns bestrafen können“, verdeutlichte Chorrosch. Auf der anderen Seite ließ Maier auf Vorlage von Straub eine Riesenchance aus, als er mit seinem schwächeren linken Fuß den Ball aus wenigen Metern Entfernung über das Tor schoss (14.).
Glück hatten die Gastgeber, dass die vor der Pause stärkeren Saarländer nach einer halben Stunde in Person von Haase nur den Innenpfosten trafen. Seinen Nachschuss entschärfte Schneider. Fast aus dem Nichts fiel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 1:0. Mit einem feinen Pass bediente Innenverteidiger Marco Metzger den flinken Straub. „Ich bin in den gefährlichen Raum eingelaufen und habe im Strafraum einen Schlag abbekommen“, schilderte der Außenstürmer die Szene. Doch statt einen Elfmeter zu fordern, stand der 30-jährige Straub auf uns schoss den Ball handlungsschnell ins Netz (45.+2).
Gutes Umschaltspiel
In der zweiten Halbzeit agierte der FCA griffiger und galliger, war in den Zweikämpfen präsenter und erarbeitete sich ein Chancenplus. Allerdings musste der FCA einen Schreckmoment überstehen, als der gut freigespielte Haase, der einen gebrauchten Tag erwischte, wieder einmal in Schneider seinen Meister fand (54.). „Danach habe ich eine reife Leistung meiner Mannschaft gesehen“, beschrieb der Coach die Vorstellung seines sich nun deutlich steigernden Teams. Ein Konter wie aus dem Bilderbuch ergab das 2:0 (67.). Pantano spielte einen Steilpass auf Straub. „Bei der Ballannahme hatte ich freie Bahn, habe aber Adnan im Augenwinkel mitlaufen sehen. Der Pass war eine Sekundenentscheidung“, schilderte Straub die entscheidende Szene. Rizvanovic vollendete mit einem Kontakt. Umschaltspiel vom Feinsten.
Danach hatten die Arminia gegen die ihre Abwehr lockernden Gäste bei Chancen für Giuliano Cultrera und Wal Fall per Kopf gute Möglichkeiten, das dritte Tor zu erzielen. Dies blieb dem besten Mann auf dem Platz vorbehalten. „Es war eine klasse Einzelleistung von Basti“, spielte Straub auf die Vorarbeit Hommrichs an. Er selbst war zum zweiten Pfosten durchgelaufen und donnerte den Querpass vehement ins Netz (88.). „In der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut gegen den Ball gearbeitet, zudem hat Robin uns im Spiel gehalten“, betonte Chorrosch. Wichtig war auch, dass die starken Pantano und Philip Krischa in der Schaltzentrale den Takt bestimmten und die Abwehr den Gästen fast keine gute Aktion mehr gestattete.