Fußball Oberliga: Arminia geht erhobenen Hauptes in Spiel gegen Wormatia Worms

Trifft in Eppelborn dreimal: Yassin Memokoh (rechts), hier im Spiel gegen den FV Dudenhofen.
Trifft in Eppelborn dreimal: Yassin Memokoh (rechts), hier im Spiel gegen den FV Dudenhofen.

Der FC Arminia Ludwigshafen hat in Eppelborn einen wichtigen Erfolg erzielt. Wie die Mannschaft den Sieg gefeiert hat und was das für den kommenden Gegner Worms bedeutet.

Oberligist FC Arminia Ludwigshafen hat das Kellerduell beim FV Eppelborn 4:1 (3:0) gewonnen. Es war nach langen Wochen der Erfolglosigkeit eine Erlösung. Welch befreiende Wirkung der Sieg im Saarland hatte, wurde bei der Rückfahrt im Mannschaftsbus deutlich. Spieler, Trainer und Staff waren bester Stimmung und intonierten ein Ständchen für Innenverteidiger Jhon Mosquera, der seinen 30. Geburtstag feierte und sich mit der gewohnt zuverlässigen Leistung selbst beschenkte.

„Diese drei Punkte tun richtig gut“, sagt Trainer Matteo Monetta, der die Heimfahrt als stiller Genießer erlebte und sich gedanklich schon ein bisschen mit Wormatia Worms beschäftigt hat. Der Tabellenzweite ist am Samstag, 16 Uhr, Gast der Arminia. Gespielt wird im Südweststadion.

System umgestellt

„Ich habe auf ein 4-4-2-System umgestellt, weil ich den Gegner mehr stressen und mehr Aktionen im gegnerischen Strafraum haben wollte“, erklärt Monetta seine Veränderung. Diese erwies sich nach einer Viertelstunde des Abtastens als wirkungsvoll. Die Arminia fand über gewonnene Zweikämpfe immer besser ins Spiel und steigerte sukzessive ihre Ballbesitzphasen. „Das Tandem auf der rechten Seite mit Ricardo Antonaci und Malte Moss funktionierte prächtig. Über diese Schiene sind wir oft mit Flanken in gefährliche Situationen gekommen“, ergänzt der Übungsleiter.

Nach 27 Minuten ging der FCA in Führung. Steffen Straub war der Vorbereiter und der wie aufgedreht spielende Yassin Memokoh, der eine überragende Vorstellung bot, setzte sich gegen drei Eppelborner durch. Die Arminia blieb dran und war jetzt Chef im Ring. Nach einer Flanke von Antonaci scheiterte Maximilian Krämer zwar am Torhüter der Gastgeber, doch den Abpraller chippte Memokoh, der sich im Training für die Startelf aufgedrängt hatte, gekonnt ins Netz (34.). Noch vor dem Wechsel sorgte Krämer mit dem dritten Tor der Schwarz-Weißen für die Vorentscheidung (43.). Es war ein schön herausgespielter Treffer mit Kevin Selzer als Vorlagengeber in Richtung zweiter Pfosten und Krämer als Vollstrecker per Kopf.

„Selbstvertrauen und Sicherheit der Mannschaft wuchsen mit jedem Tor. Dennoch habe ich den Jungs in der Kabine gesagt, dass es noch nicht vorüber sei. Aber wir können unsere Leidensphase beenden“, berichtet der Coach. Seine Empfehlung, nach wie vor mit der nötigen Demut zu Werke zu gehen, beherzigte die Arminia. Sie spielte konzentriert weiter und ließ im gesamten Spiel nur eine klare Chance der Einheimischen zu. Memokoh krönte seine Leistung mit dem 4:0. Einen weiten Abschlag von Torwart Kevin Urban verlängerte Krämer mit dem Kopf. Der Stürmer erobert sich den im Dribbling fast schon verloren gegangenen Ball zurück und vollstreckte (70.).

Warnung vor Worms

Das Ehrentor der Eppelborner kam auf ungewöhnliche Weise zustande. „Ein Akteur der Platzherren war voll im Lauf, flankte und geriet durch den Schwung über die Torauslinie. Nachdem der abgewehrte Ball auf ihn zurollte, lief er wieder auf das Feld und spielte den Spieler an, der dann gefoult wurde. Für mich ist das eine Abseitsstellung und in der Folge kein Elfmeter“, beschreibt Monetta die Szene. Jonas Sträßer verwandelte den Strafstoß zum 1:4-Endstand (85.). „Wir hätten gerne zu Null gespielt“, bedauert der Übungsleiter. Die gute Laune ließ er sich dadurch aber nicht vermiesen.

Wormatia Worms ist am Samstag ein anderes Kaliber, die Mannschaft tritt viel stärker als in der vorigen Runde auf. In den Reihen der Wormser stehen mit Mittelfeldspieler Laurenz Graf und Angreifer Noah Maier zwei ehemalige Arminia-Akteure. Am Mittwoch gewann die Wormatia gegen den SV Gonsenheim 2:0. Verloren hat der Tabellenzweite nur zum Saisonauftakt beim 1. FC Kaiserslautern II (0:3), ist seitdem seit acht Partien ungeschlagen und zählt zu den Aufstiegskandidaten. Matteo Monetta hat in der Hinserie der Saison 2009/10 das Trikot der Wormser getragen. „Es hat nicht so gepasst und war ein kurzes Intermezzo“, sagt der Coach rückblickend. Vielleicht passt es am Samstag umso besser.

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