Ludwigshafen Neue Entwickler, alte Bekannte
Am Montag beginnt in München die Immobilienmesse Expo Real. Auch die Stadt Ludwigshafen ist wieder mit mehreren Vertretern vor Ort. Geplant sind vor allem Gespräche zu den Themen Wohnungsbau und Mittelstandspark, wie Baudezernent Klaus Dillinger (CDU) sagt.
Sich persönlich kennenlernen, mit Investoren und Projektentwicklern ins Gespräch kommen, Erstkontakte suchen – darum geht es bei der „Internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen“, wie die Expo Real im Beinamen heißt. Am Stand der Metropolregion Rhein-Neckar ist neben Vertretern verschiedener regionaler Unternehmen unter anderem auch wieder die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEG) Ludwigshafen dabei. Deren Geschäftsführer Klaus Dillinger, gleichzeitig städtischer Baudezernent, besucht am Montag und Dienstag gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) die Messe. Ein zentrales Thema ist laut Dillinger in diesem Jahr der Mittelstandspark, der als Gewerbegebiet südlich der Mannheimer Straße (Oggersheim) und westlich der neuen Heinrich-Pesch-Siedlung entstehen soll (wir berichteten). „Das soll kein schnödes Gewerbegebiet werden“, sagt der Baudezernent. Er spricht von „modernster Infrastruktur“ und einem „architektonisch hochwertigen und ansprechenden Erscheinungsbild“. Auf der Expo Real soll es dazu erste Gespräche mit Projektentwicklern geben. Außerdem seien Kontakte zum Thema Wohnungsbau geplant. Als Beispiel erwähnt Dillinger Gebiete im Westen und Südwesten Rheingönheims, die im Flächennutzungsplan für Wohnen vorgesehen sind, darunter „Im Kappes“. Auch auf der Fläche des Halberg-Gebäudes in Süd ist laut dem Baudezernenten Wohnungsbau wahrscheinlich. Dort laufe aber derzeit noch der Verkaufsprozess des Eigentümers Flowserve, wie Dillinger sagt. Dieser werde wohl Ende des Jahres abgeschlossen sein. Schon seit mehreren Expo-Real-Messen pflegen WEG und die Stadt Ludwigshafen Kontakte in Sachen City West – das Areal, das nach dem Abriss der Hochstraße Nord entlang der neuen Stadtstraße entstehen soll. Auf dem Programm des laut Dillinger vollen Messeprogramms für die Ludwigshafener steht außerdem der Austausch mit „alten Bekannten“. Dazu gehöre unter anderem ECE. Das Unternehmen betreibt Rhein-Galerie und Rathaus-Center. Auch mit den Eigentümern der Walzmühle soll es Gespräche geben. Die zentrale Frage sei dabei „Was passiert nach 2019?“, so Dillinger. Dann endet der Vertrag mit dem Betreiber MEC Metro-ECE (wir berichteten mehrfach). Weiterhin unklar ist, wie es mit dem ehemaligen Deutsche-Bank-Gebäude in der Ludwigstraße weitergehen soll. Auch dort „werden wir Gespräche mit den Eigentümervertretern führen“, sagt Dillinger und ergänzt, dass es im vergangenen Jahr schien, als sei bereits eine Lösung gefunden. Die Hotelkette Dormero hatte einen Neubau an dieser Stelle angekündigt. Die Pläne wurden jedoch nie umgesetzt (wir berichteten). Was das „Metropol“-Grundstück auf dem Berliner Platz betrifft, gehe die Stadt auf der Expo Real „nicht gezielt auf jemanden zu“, betont der Baudezernent. „Das wäre auch unfair“, schließlich sei das Grundstück in privater Hand und Investor Günther Tetzner (Timon Bauregie, Ettlingen) derzeit noch am Zug. Auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG ist auf der Expo Real vertreten. Nachdem die Entwicklung und Vermarktung des Rheinufers Süd abgeschlossen sei, diene der diesjährige Besuch der Kontaktpflege im Bereich Dienstleister der Wohnungswirtschaft und Digitalisierung, wie Pressesprecherin Constanze Kraus sagt. Als Beispiele nennt sie die Themen Smart Home, Mieter-App und digitalisierte Vermietungsprozesse.