Handball Mundenheimer Aufstiege und Eulen, die auf den Magen schlagen

Auf dem Weg nach oben: Marco Binnes richtet das Werbebanner, Thoren Pönisch sichert die Leiter.
Auf dem Weg nach oben: Marco Binnes richtet das Werbebanner, Thoren Pönisch sichert die Leiter.

Aufstieg mal anders

Zu den Spielvorbereitungen in den oft von mehreren Vereinen genutzten Schulsporthallen gehört das Anbringen von Werbebannern. In der Regel signalisieren lokale Anbieter mit den faltbaren Werbebanden ihre Unterstützung für Vereins- und Jugendarbeit und damit auch ihre Verbindung zum Ludwigshafener Sport.

Ungewöhnlich ist allerdings, dass die Sportler selbst den korrekten Sitz dieser Banner kurz vor dem Anpfiff noch überprüfen oder auch korrigieren. So wie die Handballer der VTV Mundenheim. Linksaußen Marco Binnes war ganz offensichtlich unzufrieden mit der Befestigung eines Banners, griff deshalb kurzerhand zur Leiter, schnappte sich Rechtsaußen Thoren Pönisch zur Absicherung und erklomm die Stufen bis zur oberen Halterung. „Nicht, dass mir da noch einer dabei herunterfällt“, hatte er mit einem Augenzwinkern wenig Vertrauen in das Gleichgewichtsgefühl seiner Vereinskollegen.

Im übertragenen Sinn hat das Bild aber auch Symbolcharakter. Als unangefochtener Tabellenführer der Handball-Oberliga benötigen die Mundenheimer aktuell noch vier Punkte aus den fünf ausstehenden Partien – zum Zeitpunkt des Bildes waren es noch deren sechs. Auf dem Papier eine machbare Aufgabe, denn von den bislang 25 Begegnungen haben die Mundenheimer 24 gewonnen, mussten nur eine Niederlage hinnehmen. Binnes genoss vor dem Spiel gegen den TuS KL-Dansenberg II also einfach nur schon einmal den Aufstieg.

Gutes für den Magen

Die Edelfans der Eulen Ludwigshafen, Karsten Knäuper, Peter Ackermann und Christian Hassert, machen es so wie die Akteure selbst. Sie nehmen ihre Nahrung spätestens drei Stunden vor dem Spiel ein. So war es auch auf der Fahrt zur Partie bei TuS Ferndorf in Kreuztal. Punkt 15.45 Uhr bogen sie von der A 45 zwischen Frankfurt und Dortmund auf den Rastplatz Pfaffenpfad ab. Genau 83 Kilometer vor ihrem eigentlichen Ziel, der Sporthalle an der Stählerwiese. Sie verköstigten sich auf die traditionelle pfälzische Art.

Wieder einmal ging die Heckklappe auf und diente als Untersatz für das pfälzische Büffet zur Stärkung vor ihrer lautstarken Unterstützung am Abend. Sie gaben zwar alles für die Mannschaft, die aber diesmal einfach nur enttäuschte. Da bleibt nur zu hoffen, dass den Edelfans die gute Kost aus heimischen Gefilden nicht auf den Magen geschlagen ist…

x