Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Mundenheim festigt mit glanzlosem Sieg seinen Spitzenplatz

Marcel Deege bekam von Trainer Steffen Schneider eine Chance auf der Spielmacherposition der VTV Mundenheim. Er nutzte sie nicht
Marcel Deege bekam von Trainer Steffen Schneider eine Chance auf der Spielmacherposition der VTV Mundenheim. Er nutzte sie nicht.

Die VTV Mundenheim grüßen weiter von der Tabellenspitze der Handball-Oberliga. Der 29:22 (15:13)-Erfolg gegen Schlusslicht HSG Völklingen war dabei nicht mehr als ein glanzloser Pflichtsieg. „Wir waren nicht über 60 Minuten konzentriert“, haderte VTV-Trainer Steffen Schneider.

Der war genau genommen lediglich mit der zweiten Halbzeit zufrieden. „Da hatten wir mehr Aggressivität in der Abwehr“, sagt er. Aber aus Trainersicht hatte auch der unkonzentrierte und teilweise pomadige Auftritt im ersten Durchgang seine positive Seite: „Wir haben nicht den Kopf verloren als es spielerisch nicht so gut gelaufen ist. Wir haben trotzdem einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen“, freute sich Schneider.

Tatsächlich bestanden genau daran in Halbzeit eins berechtigte Zweifel. Nach der problemlosen 3:1-Führung (5.) schalteten die Gastgeber spürbar einen Gang zurück. Schlechte, unvorbereitete Abschlüsse im Angriff, fehlende Absprachen und Unentschlossenheit in der Deckung ließen den Außenseiter trotz erkennbarer Personalnot plötzlich an eine Überraschung glauben. Drei Mal gingen die Gäste gar mit zwei Toren in Führung, zuletzt beim 8:10 (20.).

Umstellungen bringen nicht erwünschten Effekt

Das mag auch an den Umstellungen gelegen haben, die das Mundenheimer Trainergespann Steffen Schneider und Andre Rebholz vorgenommen hatten. Für den angeschlagenen Timo Naas stand Marcel Deege auf der Spielmacherposition, für Tim Schmieder erhielt Luca Wilbrandt auf Halbrechts eine Chance zur Bewährung. Janik Kunz stand im Tor und Max Schneider durfte auf Rechtsaußen an Stelle von Marco Binnes ran. Wirklich genutzt hat diese Chance nur Torhüter Kunz, der seinen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die VTV mit einer Führung in die Pause gingen. Vor allem in der Abwehr griffen die Mechanismen nicht wie erhofft und Schneider wechselte nach und nach durch, wobei sich vor allem die Hereinnahme von Tim Schmieder bezahlt machte. Nach und nach stabilisierte sich die Abwehr. Schmieder brachte mit Abschlüssen und Anspielen auch mehr Struktur in den Angriff.

Insgesamt lag der Schlüssel aber wie so oft in der Abwehr und da zeigten die Gastgeber ein deutlich anderes Bild. Letztlich ging Mundenheim aber nun leicht mit vier Toren in Führung, verwaltete diesen Vorsprung und baute ihn in der Schlussphase noch ein wenig zum nicht glanzvollen Heimsieg aus. Oder, wie es Schneider ausdrückte: „Wir haben nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten, aber wir haben gewonnen.“

So spielten sie

VTV Mundenheim: Kunz, Klein – Wilbrandt (2), Deege, Simon Schleidweiler (6) – Thilmann, Max Schneider (9/5) – Aaron Schleidweiler (3) – Schmieder (4), Pönisch (1), Hannes (1), Tom Schneider (2)

Spielfilm: 3:1 (5.), 4:6 (10.), 8:10 (20.), 15:13 Hz., 20:16 (40.), 26:21 (56.), 29:22 Ende – Zeitstrafen: 4:3 - Siebenmeter: 6/5 – 1/1 – Beste Spieler: Kunz, Schmieder – Hoff, Welsch - Zuschauer: 140 – Schiedsrichter: Esdar/Vasek (Hunsrück).

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